erzengelontour

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00:00:03:

00:00:08: Ja,

00:00:09: mal wieder.

00:00:10: Ein Podcast Erzengel on Tour.

00:00:13: Das heißt eigentlich sitze ich heute einfach nur zu Hause und habe zu mir kommen lassen.

00:00:16: Und ich freue mich ganz sehr dass er da ist.

00:00:19: Toni Kauß Glück auf!

00:00:20: Glück auch hallo!

00:00:21: Glück auf okay für dich?

00:00:23: Voll ja bin immer noch Kind dieser Gähen oder zumindest fühle ich mich so wenn ich jetzt in Leipzig wohne seit dreieinhalb Jahren Und vorher schon ein Mitweiter gewohnt, was ja auch nicht mehr Erzgebirge ist.

00:00:33: Aber ich fühle mich im Herzen immer als Erzgürger!

00:00:37: Du bist der richtige Arzt-Gebürger.

00:00:38: und

00:00:39: würdest es schon sagen?

00:00:40: Würdest du schon so sagen, obwohl Leipzig deine Stadt geworden ist?

00:00:44: Die Wahlheimat würde man journalistisch glaube ich schreiben.

00:00:47: Ja,

00:00:47: Wahlheimate würde die Journalistin schreiben das stimmt.

00:00:50: Ähm...ja also ich sag mal so Ich wohne in Leipzig, ihr wohnt im Norden.

00:00:55: Für die, die sich das nicht wissen Im Norden ist da eigentlich mal schon so der ruhigste Teil unser ausgeglichenes Detail wenn Leipzlich noch sehr gut bürgerlich zugeht und ich sage mal, da kann ich mich als Johann Georgenstädter irgendwie damit arrangieren.

00:01:06: Grundlegend mag ich das schon gerade in der Stadt zu wohnen.

00:01:08: Ich glaube aber ehrlich gesagt für den Fall dass ich irgendwann meine Familie haben sollte, dass es mich schon wieder zumindest Richtung Heimat zieht nicht nach Johann George statt glaube ich.

00:01:17: Ist ein bisschen zu weit weg?

00:01:19: So

00:01:19: weit vom Schuss oder wie würdest du Johann Georganstadt sehen?

00:01:23: Zu weit ab vom Schuß.

00:01:24: jetzt auch ehrlich gesagt auch in den letzten Jahren noch viel schlimmer nichts mehr los.

00:01:27: aber vor allem ich muss als Musiker ja schon nochmal viel irgendwo hin und muss schnell auf der Autobahn sein.

00:01:33: Das bei diesen Benzin- und Dieselpreis?

00:01:35: Ja,

00:01:35: auch das.

00:01:36: Aktuell wurde diese Podcastfolge aufnehmen, Tankigkeit wird zwei Uhr zwanzig oder so.

00:01:41: Und das wäre Johann Gohren statt jetzt nicht so prallig.

00:01:43: Ich habe das ja ein paar Jahre schon gemacht, bis zu

00:01:46: die Folgejahre war

00:01:48: dann schon zum mitweiteren Krassevergleich dass du halt eine Stunde länger hin und eine stunde länger zurück fährst Und vielleicht ist es später irgendwie gerne Zeit, die ich lieber für mich hätte oder mit meiner Familie hatte.

00:01:57: Wo ich sage das jetzt ich lieber weniger im Auto.

00:02:00: Toni, jetzt bist du heute hier weil wir natürlich über neues Album reden wollen?

00:02:04: Über die Liebe zur Musik, wovon du immer schon leben wolltest und natürlich über deine erste Tour.

00:02:11: Unter Toni Kraus kennt dich da gar niemand, oder?

00:02:14: Ich glaube nicht!

00:02:14: Also

00:02:15: einfach Toni und alles mit Großbuchstaben.

00:02:18: Genau also die Großbuchsstaben sind quasi das was meinen... Musikprojekt von meinem persönlichen Leben als Tony mit nur einem großen Tee so ein bisschen abkoppeln.

00:02:27: Gut, also das heißt, Tony ist eins von vielen Musikprojekten die du machst.

00:02:34: Das kann man sagen

00:02:35: ja.

00:02:35: Wollen wir erstmal aufzählen was du alles machst?

00:02:37: Tony natürlich!

00:02:38: Das ist Deutschrock, das sind eigene Texte... Ja Deutsch

00:02:41: popt glaube ich mittlerweile eher.

00:02:43: Die Rock Attitude ist schon sehr weg seit ein paar Jahren.

00:02:46: wo will

00:02:46: ich auch irgendwie sehr dankbar bin.

00:02:49: Da schreibst Du Deine eigenen Texte.

00:02:51: Dann haben wir das Projekt Robscang.

00:02:55: Du willst nicht mit mir reden?

00:02:56: Ich weiß nicht, ob du das zu sagen sollst

00:02:58: oder ich.

00:02:58: Nein, tu!

00:02:59: Es geht um dich nicht und mich.

00:03:01: Ich habe

00:03:05: vor drei Jahren mit meinem

00:03:07: Papa

00:03:10: noch mal eine Volksmusik-Kombo gegründet.

00:03:13: Dabei wolltest du nie wieder Volksmusiken

00:03:15: machen.

00:03:15: Mein Vater wollte nie wieder Volksmusik machen.

00:03:18: Und der Dritte, der damals auch noch mit dem Bund war, wollte auch nicht wieder Volkes Musik machen.

00:03:21: Genau.

00:03:22: Weil als Flugwicht kennt dich der ein oder andere auch?

00:03:26: Möglich, noch.

00:03:27: Also für den Frühjahr

00:03:28: ja... War das eine gute Zeit für Dich?

00:03:30: Das kommt darauf an, mit welchem Blickwinkel man es betrachtet.

00:03:34: Grundlegend würde ich schon sagen dass ist eine gute zeit war die sehr geliebt habe die ich auch glaube ich rückwirkend wieder machen würde.

00:03:39: wenn ich mir die wissen würden heute nochmal vor der entscheidung stehen würde würde ich's wieder machen weil der spaß nicht dabei hatte die menschen nicht dabei kennenlernen durfte.

00:03:48: die erfahrungen die sammeln durfte schon für mich überragen.

00:03:52: Aber es hatte, logischerweise glaube ich auch Schattenseiten.

00:03:56: Die ist mir ein paar Jahre lang nicht so leicht gemacht haben und die auch bis heute auf eine ordentliche nachhallen an mancher Stelle.

00:04:02: Ich glaube ich würde das

00:04:04: trotzdem wieder machen.

00:04:05: Und was dir wichtig ist wenn's um die Fluggeschichte geht?

00:04:09: bloß nicht zu sehr mit deinem Papa in Verbindung bringen, oder?

00:04:12: Naja also was heißt... Also

00:04:14: es wird ganz oft geschrieben.

00:04:16: Die Flugpflicht von einer ehemaligen Handpflicht!

00:04:18: Na ja ich

00:04:19: finde das ist ganz

00:04:19: oft so.

00:04:20: das Ding dass da immer irgendwie so geschrieben steht die Flugfichte im Schatten von Vorderrupps und die dann...

00:04:25: Nein, also im Schratten hat niemand geschrieben.

00:04:27: Doch haben viel geschrieben.

00:04:28: Oder auch jetzt in den neuesten Berichterstattungen es immer heißt, dass man aus dem Schatten heraustritt.

00:04:34: Und generell das es immer heisst

00:04:37: die

00:04:37: Flugwichte so mit den Randfichten auf der

00:04:39: Bühne stand.

00:04:40: Das stimmt

00:04:40: ja gar nicht!

00:04:41: Ich

00:04:41: glaube, dass das in der öffentlichen Wahrnehmung oft so war vor allem im Erzgebirge.

00:04:44: aber faktisch

00:04:46: würde ich sagen waren das vielleicht von allen Auftritten, die ich da hatte als Kind fünf Prozent wenn es hochkam, die sich mit den Randfichten zusammen hatte

00:04:54: oder wo wir mal denselben Fernsehsendungen waren.

00:04:57: Aber das waren ja schon zwei Sachen, die autark liefen.

00:04:59: also ich habe einen

00:05:00: eigenen Plattenvertrag gehabt damals als kind.

00:05:02: ich hab

00:05:03: ganz viele Sachen

00:05:05: alleine Natürlich nicht als Kind, nicht alleine.

00:05:07: Im Sinne von niemandem war er mitgemacht aber sehr unabhängig von Randfichten gemacht und

00:05:12: die Überschneidungen da waren gar nicht so groß.

00:05:16: Also mein Data meines erstes

00:05:17: Albums zum

00:05:17: Beispiel noch produziert und geschrieben Aber beim zweiten Album zum Beispiel schon nicht mehr.

00:05:21: Da gab es nach zwei Songs die er geschrieben hatte hat's dann nicht mehr mitproduziert Und da war ich dann schon nur mit einem

00:05:27: ja von der Plattenfirma und so Mit dem eigenen Team damals

00:05:30: unterwegs.

00:05:31: Wie kam's denn überhaupt dazu?

00:05:33: Hat dein Dad gesagt, komm mit.

00:05:34: Dass

00:05:35: ich eine Flugwichte

00:05:35: geworden bin!

00:05:36: Jetzt

00:05:36: gehen wir mal auf die Bühne, jetzt singen wir mal.

00:05:39: Ab dem Moment wo ich drei Jahre alt war, stand ich... hab' ich mich immer schon so ein bisschen mit auf die bühne geträngelt, ja weiß ich nicht.

00:05:46: also wenn es Nachmittagsprogramme gab abends logischerweise nicht.

00:05:50: aber wenn die nachmittags irgendwo im Festzelt gespielt

00:05:52: haben Sagt er jetzt nur was ist verjährt.

00:05:53: kanns ruhig ehrlich

00:05:54: sein.

00:05:54: Dann war ich da, nee war tatsächlich so.

00:05:56: meine Mama hat auch schon gut drauf geachtet Und dann habe ich irgendwann keine Ahnung, eine Plastekitarre mitgehabt und ein Plastemikrofon.

00:06:02: Dann durfte ich da immer mal stellenweise auf die Bühne.

00:06:06: Ich glaube, da ist halt irgendwas losgetreten worden in meinem Kopf oder beim Herzen was sich bis heute nicht gelegt hat dass man das total gefetzt hat auf der Bühnen zu stehen Musik zu machen

00:06:16: Das Licht und die Leute und die Stimmung und die Lautstärke.

00:06:20: Wie lange

00:06:20: warst du denn Flugpflicht?

00:06:23: Also es ging los, wo ich sechs Jahre alt war

00:06:25: Das weiß ich noch

00:06:28: Bis ich elf, zwölf war.

00:06:29: Also fünf bis sechs Jahre.

00:06:31: Und das sind wie viele Alpen entstanden?

00:06:33: Zwei.

00:06:34: Zwei... Genau.

00:06:35: also

00:06:35: ganz kurz die Frage für den Vorderstab antworten.

00:06:36: Also so ging's los und dann hat mein Dad schon gemerkt dass ich texticher war, dass ich hätte Synchroden sein können.

00:06:46: Im Fernsehen gibt es auch viel im Playback und Synchrogen sein.

00:06:49: Nichts mehr

00:06:49: mit Live-Music!

00:06:50: Ganz unentscheidend.

00:06:52: Und

00:06:54: da ist mir das wirklich einfach Spass gemacht.

00:06:55: Und süß

00:06:55: warste auch.

00:06:55: Hat der

00:06:56: gecheckt?

00:06:57: Das sieht man ja selber immer nicht so, aber kann sein.

00:07:01: Und dann hab ich einfach

00:07:03: gesagt ... Nee, er kam irgendwann zu mir und hat gesagt, Mensch, es

00:07:05: gibt eine Kinderhippe gerade

00:07:08: im MDR bei Acha Menzel damals, die gab's einmal im Jahr,

00:07:11: ob ich da Lust hätte mitzumachen.

00:07:13: Dann sagste als damals noch ...

00:07:15: So!

00:07:15: Bei Menzel ging's

00:07:16: los?

00:07:16: Genau.

00:07:16: Dann warst du als

00:07:17: damals fünfjähriger irgendwie

00:07:18: so, klar.

00:07:20: Heute würde man sagen why

00:07:21: not?!

00:07:22: Und ich wusste natürlich überhaupt nicht, was da dran hängt.

00:07:24: Für mich war das ein weiteres Kapitel von Ich darf irgendwo Spaß haben auf der Bühne stehen und dann hat Erme damals den ersten Song geschrieben.

00:07:30: Ich bin hier kleine Flugpflicht und dann bin ich in meiner ersten Schulwoche.

00:07:35: Freitags musste ich um sieben paar Stunden eher aus der Schule raus und dann haben wir das glaube ich in Plauen mit mich alles täuscht aufgenommen.

00:07:42: und dann gab es damals noch Postkartenwooting Wer quasi die Hitbarhauti gewinnt.

00:07:46: und dann ist das glaube

00:07:50: Dieses.

00:07:51: an Heiligabend hat mein Vater damals in seinen Laptop geguckt.

00:07:54: Die ist also im Jahr auch noch ein

00:07:56: bisschen größer

00:07:58: als heute und hat dann irgendwie gesagt, ja du hast es gewonnen.

00:08:02: das war

00:08:03: der Beginn.

00:08:05: Und das war am Dezember zwölfhalsen drei.

00:08:08: Und Anfang zwei tausend vier kam er erst nach Holzmächeln.

00:08:12: Also das hat sich

00:08:13: halt

00:08:13: krass überschnitten aber schon damals war das ein bisschen.

00:08:20: Aber natürlich habe ich meine Dating-Song geschrieben.

00:08:23: Natürlich gab es sehr viele Verbindungen,

00:08:25: aber ich stand dort nicht.

00:08:27: Wie ist das auch

00:08:28: bei Stefanie Hartl, die lange Zeit immer mit ihrem Vater auf der Bühne stand?

00:08:32: Das war ja bei uns eher die Seltenheit, dass ich irgendwie mit ihm auf der bühne Stand.

00:08:36: Es gab eine Fernsehsendung, das war Willkommen bei Carmen Nebels, wo wir zusammen ein Duett gesungen haben und ansonsten waren wir halt in denselben Sendungen und war derselben Plattenfirma, aber die Sachen liefen schon teilweise auch sehr unabhängig voneinander.

00:08:50: Jetzt hast du gesagt, dass du in die Schule gewonnen bist?

00:08:54: Warst du dann der Held der Star in deiner Klasse?

00:08:58: Nö.

00:08:59: Also eine

00:09:00: Grundschule wurde das seitens der Schulleidung ein bisschen hochgehalten.

00:09:03: Die haben sich da relativ schnell sehr klar hinter mich gestellt.

00:09:06: Wurde dann irgendwie die Aula einberufen

00:09:08: alle und dann wurde ich dort irgendwie geährt mit dem Federkässchen und so einem Stoffmaus.

00:09:13: Und das war mir schon damals irgendwie unangenehm.

00:09:16: Kuschelmaus

00:09:17: oder was meinst

00:09:17: du?

00:09:18: Ja kuschelt ihr genau!

00:09:19: Weil wir schon damals irgendwie unangenehm sind, weil

00:09:22: ich gar nicht derjenige

00:09:23: sein wollte.

00:09:23: Der was Besonderes.

00:09:24: Also der

00:09:25: jetzt

00:09:26: ausgezeichnet wird dann irgendwie...

00:09:29: Aber Mobbing und Co hat sich in der Grundschule sehr, gab es ja wenig, weil die Lehrer und die Schulleitung da sehr klar hinter mir standen das

00:09:37: auch einfach unterbunden hat.

00:09:38: Und weil

00:09:39: Johann Georgenstadt natürlich so war dass jeder jeden kannte alle Eltern kannten aller anderen Eltern und da hat sich das irgendwie im Raum gehalten.

00:09:47: Aber so mit dem Gang aufs Gymnasium,

00:09:50: wurde es dann schon ekliger.

00:09:52: Eklig?

00:09:54: Richtig

00:09:55: eklig?!

00:09:56: Ja... Schon!

00:09:57: Also

00:10:00: ich bin jetzt nie komplett verschwartet worden oder so aber ich habe mir schon sehr vieles anhören dürfen und jetzt auch vieles was jetzt weggeht von diesem klassischen Gehänsel sondern würde dann schon nur noch

00:10:10: sagen

00:10:11: waren die als einen als sensiblen Charakter glaube ich sehr schnell

00:10:14: brechen können?

00:10:15: War

00:10:15: das der Neid oder...?

00:10:17: Was

00:10:17: war das?

00:10:18: Ich finde es immer gar nicht so einfach selber zu sagen, die waren neidisch auf mich.

00:10:21: Weiß ich nicht... Also ich glaube schon natürlich ist es irgendwie eine komische ein komisches Podest, auf dem man da irgendwie steht und gestellt wird und sich manchmal auch selbst stellt.

00:10:32: Und ich glaube am Ende können Kinder einfach sehr grausam sein.

00:10:34: und ich glaube alles was dich irgendwie anders ordentlich macht, wenn du in diesem Alter nichts zu nur einer klassischen Masse gehörst

00:10:41: bist du einfach sehr schnell

00:10:44: der

00:10:44: Außenseiter Ja.

00:10:47: Und dann gab's da bestimmt, kann ich mal vorstellen Gespräche auch zwischen Eltern wie viel Geld da angeblich verdient wird und so...

00:10:53: Wie war das denn verdient?

00:10:55: Nicht mal so viele man denken würde aber wusste ja selber.

00:10:58: Ich wusste als Kind nicht mehr dass der Geld verdient wurde damit.

00:11:02: Also

00:11:02: man hat das von dir fern gehalten!

00:11:04: Ja das hätte mich noch nie interessiert.

00:11:07: Meine Mama hat mir irgendwann irgendwas von Nudeln erklärt.

00:11:11: Da gibt es immer ein paar Nudel.

00:11:12: Ein paar Nudeln muss man wegnehmen, weil da der Staat was haben will.

00:11:15: Und bei der Krankenkasse würde ich bezahlen müssen... Also gehört auch zur Wahrheit ne?

00:11:18: Ich war als Kind nicht familienversichert sondern ich müsste selber renten und Pflegeversicherung schon damals bezahlen.

00:11:24: Ey Mensch du kriegst mal eine Rente ohne

00:11:26: Ende!

00:11:26: Oh ich habe jetzt mein Bescheid grad bekommen.

00:11:27: Ich würde siebenhundfünfzig Euro bekommen wenn ich weiterhin so einzahle wie jetzt also nur für falls Leute sich gefragt haben wie reichen ich bin oder nicht.

00:11:35: Na gut mit neunundzwanzig ist das schon eine satte Summe.

00:11:37: Ich glaube ich hatte das so vor zehn Jahren.

00:11:41: Vor zehn Jahren war ich vierzig.

00:11:42: Ein bisschen vor mir hast du schon gearbeitet und jetzt wird die...

00:11:45: Das Wendenniveau generell sehr gering ist, das...

00:11:47: Da brauchen wir jetzt gar nichts zu reden!

00:11:49: Gut, jetzt lassen wir mal das Geld weg.

00:11:50: Irgendwann kam dann der Punkt wo du nicht mehr wolltest oder die Plattenfirma dich nicht mehr wollte?

00:11:56: Oder was ist passiert?

00:11:57: also warum war die Flugpflicht letztlich vorbei?

00:12:01: Ich glaube alles zusammen.

00:12:03: Das erste Mal dass die Plattefirma nicht mehr wollten.

00:12:05: Das hing damit zusammen, dass die Verkäufe stagnierten.

00:12:09: Also ich hab von meinem ersten Album ungefähr twenty-fünfundzwanzigtausend verkauft,

00:12:14: plus... Hilf mir bitte das ein bisschen eins aus.

00:12:16: Ja, mach'

00:12:16: ich gleich!

00:12:16: ...plus eine Single.

00:12:18: dieser erstensänglich bierkleine Flugwitz hat sich auch für meinen zwanzig tausendmal verkauft.

00:12:21: Das heißt mein Border two thousand vier bei ungefähr fünfzigtausenden Turntriggern.

00:12:25: Ist das jetzt viel?

00:12:26: Für

00:12:26: zweihunderttausende gibt's ne Goldene Schallplatte.

00:12:29: damals

00:12:30: war glaube ich so

00:12:31: für eine Single und

00:12:31: ein Album irgendwie sowas.

00:12:33: Das heißt, das war jetzt nicht so in dem Bereich wo man gesagt, dass knallt jetzt völlig geisteskrank und da ist man jetzt auf einem Level mit damals Tokyo Hotel und was es da alles so gab.

00:12:44: Aber das war schon noch ordentlich!

00:12:46: Also fünfzigtausend Leute oder fünfundzwanzig... Tausend Leute sind zweimal die Müller-Drogerie oder eine andere Drogerie gegangen und haben da Verwerbung machen mit dem Podcast.

00:12:54: Oder muss ich dann immer noch die anderen Marken nennen?

00:12:56: Nein,

00:12:57: wir können gerne noch die Anderen

00:12:58: marken.

00:13:00: Ich bin die M-Fan.

00:13:01: also wenn wir schon bei Drogerien sehen...

00:13:04: Und haben sich so ne CD gekauft.

00:13:07: Das war zur damaligen

00:13:07: Zeit schon gut!

00:13:09: Dann kam das zweite Album und es hatte noch fünftausend.

00:13:12: Und da gab es viele Gründe für.

00:13:14: Ich war damals neunjähriger, dann inzwischen auch nicht mehr ganz so niedlich wie als sechsjähriger.

00:13:18: Das gehört

00:13:19: ja

00:13:19: auch zur Wahrheit.

00:13:21: Du bist dann einfach schon ein Stück weit... Mönch

00:13:23: Toni!

00:13:23: Du bist mit neunundzwanzig noch niedlich?

00:13:26: Naja aber aus einer ... Anderses

00:13:27: weiß ich.

00:13:28: Du singst dann auch nicht mal ganz so kindlich.

00:13:30: Also ich hab'n nicht einmal ganz so Kindlich gesungen.

00:13:33: Du... Wolltest

00:13:34: du die falschen Texte?

00:13:36: Glaub ich nicht.

00:13:37: Ich weiß nicht, ob sich da überhaupt zu viel über Texte als Konsumenten-Sicht eine Waffe gemacht wird.

00:13:42: Es ging einfach zurück

00:13:45: und somit hat die Plattenfirma noch den zweiten Album natürlich irgendwann gesagt okay

00:13:49: das geht jetzt nicht weiter aber es ist keinen Plattenvertrag geben.

00:13:52: Ist gar parallel, aber Angebote von anderen Platten Firmen...

00:13:56: Ich weiß das Sony BMG damals was heute nur noch Sony Music ist

00:14:00: auch angefragt hatte und der Produzenten Interesse hatten.

00:14:03: Das Grundproblem aber immer in der ganzen Geschichte war, dass natürlich am anderen Ende Leute sitzen die

00:14:09: am Ende ja nie Spaß dran haben ein Kind seinen Traumleben zu lassen sondern die am ende damit Geld verdienen wollen und die das irgendwie so groß wie möglich machen wollen.

00:14:18: Und meine Mami selber Grundschulärin mit einer guten geistigen und physischen

00:14:25: und psychischen Entwicklung

00:14:26: interessiert

00:14:28: Hat dann natürlich immer irgendwie auch gesehen, okay der will das machen und solange er das machen will, darf er das auch in einem bestimmten Rahmen machen.

00:14:36: Aber

00:14:36: die hat schon auch immer sehr klar eingegrenzt und gesagt was nicht geht

00:14:39: Und ich hätte noch ganz Antgetouren spielen können.

00:14:43: damals Ich weiß es kürzer mal Das ist einer der im Westen die ganzen großen Hallen hatte Die wollten mich für eine dreißig oder vierzig Shows Tournee haben wo quasi mehrere Künstler mit sind Und wo du dann jeden Tag hinten tourbus

00:14:56: und so, wie meine Mama gesagt hat.

00:14:57: Es funktioniert nicht, wenn das Kind noch zur Schule gehen

00:15:01: soll.".

00:15:01: Und er hat ja gesagt, wir haben hier Deckland!

00:15:03: Das

00:15:03: ist gerade so ein Kinderstar aus England und der lernt dann da im Bus und dann fährt er irgendwie mal ins Beetage wieder in die Schule und schreibt seine Prüfungen und dann ist der wieder da... ...und dann hat ich gesagt es geht nie.

00:15:12: Das machen wir nicht.

00:15:13: Und damit warst du natürlich auf einer Art und Weise limitiert.

00:15:15: also du konntest natürlich

00:15:16: nicht so

00:15:17: Promotion machen und all dieses Ding, all dieser Zauber den Erwachsene Musiker dann machen und unbedingt machen wollen, um das

00:15:23: Ding irgendwie groß zu kriegen oder erfolgreich zu kriegen.

00:15:25: Und dass so viele wie möglich Leute das sehen, musst du ja in vielen

00:15:28: Fernsehsendungen.

00:15:29: Du musst

00:15:30: Autogrammstunden tun und mal noch ein großes Ding machen.

00:15:33: Das geht halt alles

00:15:33: nicht, wenn du für einen Monat bis Freitag in die Schule gehst.

00:15:36: Und am Wochenende ja auch irgendwie nicht völlig wegdrehen solltest du nur unterwegs bist.

00:15:39: Lass dich ganz kurz fragen hat ich das damals gestört?

00:15:43: Dass deine Mama so ... ich sag mal konservativ gedacht

00:15:47: hat.

00:15:47: Ich hab ja da vieles gar nicht mitbekommen, also vieles hat sie davon weggehalten?

00:15:50: Sozusagen von dir fern gehalten!

00:15:52: Ja...

00:15:52: Also ich bin da glaube ich in ganz viele Thematiken auch gar nicht mehr reingenommen worden was aber auch gut ist und was

00:15:57: sich auch als Kind ja gar nicht hätte erfassen können.

00:16:02: Das hat sie denn dann viel später erzählt?

00:16:05: Und dann auch vielen den Gesprächen muss zu Ende gehen, genau das wäre quasi das erste Ding dass ich sagen muss die Plattenfirma hatte keine Lust mehr bzw.

00:16:11: die Plattefirma die ich hatte

00:16:14: Und dann war das so, dass die Fester der Volksmusik

00:16:17: aber mein zweites Zuhause waren.

00:16:19: Das heißt, die Shows, die heute Schlagerboom heißen und Florentin selber Eisen moderiert

00:16:22: werden... ...und da war ich zwischen zwei Tausend fünf und zwei tausend neun in jeder Sendung.

00:16:29: In jeder?

00:16:30: Ja!

00:16:30: In jeder, alle zwei oder drei Monate waren da Sendungen.

00:16:33: Hast du

00:16:33: ein Abo gebucht?

00:16:34: oder wie kam

00:16:34: es?

00:16:34: Die haben einen Abo gebucht, ja.

00:16:36: Also Winterfest der Volks- und Frühlingsfest der Volksmusik, dann gab's Sommerfest der Folkens, Herbstfest der Völksmusiko.

00:16:41: Dann gab es Adventsfester Volksmusik, das Weihnachtsfester Volksmusik und zwischendrin gab's manchmal noch ein Jubiläumsfest der Volksmusika oder das Hochzeitsfester volksmusika.

00:16:47: Oder ganz viele lustige Feste der Volks Musik.

00:16:52: Genau!

00:16:52: Und da war ich quasi Dauergast... ...und das hat sich aber so bisschen entwickelt dahin, dass ich immer eine Lied singen durfte und dann aber auch immer noch was moderieren sollte.

00:17:02: Das heißt, ich war dann als Außenmoderator

00:17:05: gab es dann so

00:17:06: in diesen Sendungen so schalten,

00:17:07: dass ich da dran null Erinnerung habe.

00:17:09: Ich hab die ganzen Sendungen nicht gesehen.

00:17:11: Da wurde dann immer also das erste mal wo ich das gemacht hat.

00:17:14: Das war ein Erfurt.

00:17:14: Das waren im Sommer.

00:17:15: Das ist Sonnenfest der Volksmusik und da habe ich ersten Song gesungen.

00:17:18: Ich hatte das Album rausgebracht, das zweite und da gab's den Song raus.

00:17:21: Den hab' ich gesungen.

00:17:22: Und dann gab es damals eine Volksmusikkopierung Die hieß die Zipfelbuben Auch nicht mal so schön.

00:17:30: Und die hatten irgendwie einen Mitmachssong, wo man eine leichte Choreografie dazugab.

00:17:36: Irgendwas mit Zipfel mit so oder so?

00:17:38: Der Song hieß Ke Deke Denk war glaube ich in Cover von einem Schlager-Song schonmal gab...

00:17:44: Ist das jetzt schlimm?

00:17:45: ...und da gab es eine Performance dazu, die Leute halt machen sollten und da gab's in dieser Sendung ne Aufgabe, dass sie glaube ich mit tausend Leuten aus Erfurt und Umgebungen bis Ende der Show diesen Song

00:17:55: tanzen sollten.

00:17:56: in der Sendung

00:17:58: Und das heißt, es wurde am Anfang der Sendung vorgestellt und dann wurde während der Sendungen dreimal nach draußen geschaltet.

00:18:04: Wo eine Bühne aufgebaut war und wo dann immer mehr Affe oder dazugekommen sind die diesen

00:18:07: Song mit getanzt haben.

00:18:09: Ich war im Prinzip ja jene, der das draußen moderiert

00:18:11: hat.

00:18:11: Das heisst, es wurden immer von drinnen aus der Halle vom Flirrenseber eisen zu mir noch draußen geschaltet...

00:18:15: ...und ich habe so Updates gegeben wie es gerade aussieht und wie viele Leute gerade da sind und so.

00:18:18: Und das fanden ganz viele Leute scheinbar ganz toll weil das natürlich auf einer Ortenweise glaube ich natürlich war Und trotzdem ein bisschen unbeholfen war und damit ein bisschen süß war.

00:18:29: Und das habe ich dann in jeder Sendung gemacht.

00:18:31: Also es gab, dann wurde Miré-Merdieu am roten Teppich abgeholt und Helene Fischer am rotem Teppisch abgehult.

00:18:36: Da hab' ich mir mal einen Wangenkuss für Helenefischer abgeholt.

00:18:38: Bitte verzei mir!

00:18:39: Ich hab nichts davon gefilgt... Das ist völlig

00:18:40: in Ordnung.

00:18:42: Das ist völlig in Ordnungen.

00:18:44: Genau.

00:18:44: Damit hat sich das ein bisschen eingeschlichen dass ich am Anfang noch sehr viel Musik und Moderation

00:18:50: machen konnte

00:18:52: und dann irgendwann nur noch Moderation.

00:18:54: Ich habe dann im Jahr zwei, fünf oder sechs vierundzwanzig Folgen Sandmännchen moderiert.

00:19:00: Das heißt es gab vom ersten Dezember bis Vierund zwanzigsten Dezmber einen sogenannten Tonys Adventskalender.

00:19:06: Und da kamen wir mit siebter Sandmähnchen

00:19:07: Intro.

00:19:08: und

00:19:08: anstatt die Geschichte wo sind... Kann man das

00:19:10: irgendwo

00:19:10: nachkommen?

00:19:11: ...ich hab das alles verwahrt.

00:19:13: Also diese ganzen Sachen wo sonst Pity Blatch kommen und Herr Fuchs und Frau Esther kommen

00:19:18: was da noch so lustiges war, Plums und

00:19:20: so.

00:19:20: Toni ich dachte, ich bin gut vorbereitet.

00:19:22: Ich habe

00:19:22: nichts davon

00:19:23: gesehen!

00:19:23: Da kamen dann... da kommen dann vierundzwanzig Folgen von mir wo man mir quasi ein imaginäres.

00:19:27: also man hat in Johannstadt das haben die auch ganz toll gemacht dass ich es nach der Schule drehen konnte.

00:19:31: die haben in Johannstad als ein altes leerstehendes Gebäude genommen.

00:19:33: da gibt's

00:19:34: ja einige Und wir

00:19:35: haben dort eine Fernsehkulisse reingebaut ist da komplett MDR mit einem Produktionsteam.

00:19:39: die sind nachher anstatt gekommen und haben dort im Prinzip so einen Kinderzimmer Eingerichtet, was natürlich nicht mein Kinderzimmer war.

00:19:45: Aber das fiktive Kind meines fiktives Kinderzimmers war...

00:19:48: Wo die Fenster verdunkelt waren und dahinter lichtbar.

00:19:50: Da haben

00:19:51: dann vierundzwanzig Folgen stattgefunden wo ich im Prinzip so die Kinder durch die Weihnachtszeit begleitet habe.

00:19:55: Ach wie niedlich!

00:19:56: Wo sind die Sachen?

00:19:57: Wo kann ich sie

00:19:58: angucken?!

00:19:58: Weg

00:19:59: weit weg!

00:20:00: Nein!

00:20:03: So jetzt müssen wir trotzdem den Bruch machen.

00:20:05: irgendwann war es vorbei

00:20:06: Und dann setzten sich zwei tausend neun Die Produzenten der feste Shows

00:20:13: Das waren Jurgens Media,

00:20:16: Michael Jurges und Partner setzten sich

00:20:18: mit meinem Sonntag früh an den Frühstückstisch.

00:20:21: Samstag war im Prinzip noch eine Silber-Eisen-Sendung in der ich war.

00:20:24: Da habe ich mit dem deutschen

00:20:24: Fernsehballett Tanzendurm...

00:20:26: Nein!

00:20:26: Das auch noch!

00:20:27: Es ist ja spannend.

00:20:29: Welche Rolle hattest du?

00:20:31: Den sterbenden Schwan oder was musst du

00:20:32: das machen?

00:20:33: Ne es war Frühlingsfest der Volksmusik und da haben im Prinzip verschiedene Leute die in der Sendung aufgetreten sind

00:20:40: eine Narzisse gegeben?

00:20:41: Mit dem Fernsehballett getanzt.

00:20:43: Und das war dann so ein internes, also ein interner Wettbewerb innerhalb dieser Sendung, glaube ich fünf Paare irgendwie getanzt und mit dem Fernsehen-Ballett...

00:20:50: Nicht als Narzise!

00:20:52: Nee, ich habe einen Kankang getanzt, bin aber schon mehr geworfen worden, als dass ich selber getanzt hätte.

00:20:57: Wie hoch

00:20:57: geht das Bein heute?

00:21:00: Ja wir haben dafür in Berlin drei Tage geprobt, also mit dem Fersienballett, jetzt bin ich nach Berlin gefahren, hab dort mit denen drei Tage geprobt, nicht hatte die Schmerzen

00:21:07: meines Lebens

00:21:08: Das glaub' ich

00:21:09: Also von diesen Hebefiguren und so.

00:21:11: Das ist harte,

00:21:11: harte Arbeit!

00:21:12: Ich weiß

00:21:13: nicht, wir haben dann so Franzbrandweinen irgendwie geholt... ...dann habe ich da abends im Hotel einbeisamiert mit Franzbrandweihen, dass ich irgendwie klar gekommen bin.

00:21:19: Genau.

00:21:20: also du musst wissen samstagabend hab' ich dort noch performt.

00:21:23: Und am nächsten

00:21:24: saßen die zum Tee bei deiner Mutter.

00:21:26: Am nächsten

00:21:26: Sonntag früh haben sie sich im Hotel getroffen und haben

00:21:30: ja öffnet

00:21:30: das Sie jetzt eine Fernsehsendung um den Kinderkanal für mich haben.

00:21:34: Da gab es Konzepte und da gab's im Prinzip schon sehr konkrete Ideen, wie das aussehen soll.

00:21:40: Und dann haben die ihr das vorgestellt und haben gesagt, wie oft sie da gehen müssten und so...

00:21:44: ...und er hat die mal wieder... Als

00:21:45: ich fertig war, hat meine Mutter gesagt, dass sie wirklich nicht funktionieren.

00:21:48: Mein Kind geht in die Schule!

00:21:50: Dann haben die gesagt zu ihr, wenn du glaubst für den Toni umsonst, dann hast du dich geschnitten?

00:21:56: Das war das letzte Mal, was wir von denen gehört haben.

00:21:58: Also quasi Samstagabend noch an der Sendung und Sonntag früh abgesägt

00:22:01: weil

00:22:02: ich nicht so funktionieren konnte, wie die sich das gewünscht hätten.

00:22:06: Wenn du mir das heute so erzählst, ich mache auch ein bisschen meine Witze drüber.

00:22:09: Weil ich bin ja selber Mutter und meine Tochter ist mittlerweile sechzehn also aus dem Kröpsten raus.

00:22:13: Habe ich meiner Mutter sauer war?

00:22:16: Ja!

00:22:17: Es gab eine Zeit lang wo ich das habe ich so nicht

00:22:20: ausgesprochen

00:22:21: aber wohl so subtil schon so Das Gefühl war dass sie da irgendwas entschieden hat weswegen es weniger geworden ist.

00:22:30: Aber es ist ja auch weniger dann mit Auftritten geworden.

00:22:32: Also, weil das ist ja dann auch ein klassisches

00:22:34: Ding.

00:22:34: Wenn du nicht mehr am Fernsehen bist und auf der Bildfläche

00:22:36: bist, dann kriegst

00:22:36: du doch keine Auftritte mehr.

00:22:37: Und das wollte ich eigentlich machen!

00:22:38: Ich wollte auf die Bühne mit dem motorieren und so... Ja, das war lustig.

00:22:44: Aber eigentlich wollte ich auf die bühne.

00:22:46: Und ich hatte dann schon so ein bisschen manchmal das Gefühl dass ich das jetzt weniger machen durfte, weil sie das so entschieden hat.

00:22:52: Und gleichzeitig lag darin – und das habe ich auch damals schon gesehen in großer Segen -, dass ich gecheckt hab, ich kann mir jetzt noch überlegen was ich eigentlich mache.

00:23:02: Ich habe mit zwölf, dreizehn

00:23:05: ähnlich so derzeit

00:23:07: den ersten Schulhof Liebeskummer gehabt.

00:23:11: Und hab angefangen, gemerkt, dass ich mich ... Warte

00:23:14: im Moment!

00:23:15: Die alte Frau muss sich hinsetzen und jetzt diese Geschichte wirklich genießen.

00:23:19: auf die hab' ich mich gefreut weil du sie mir ja schon mal ähnlicher erzählt hast.

00:23:23: Also, der richtig

00:23:26: große Liebeskummer kommt noch später.

00:23:29: Das war so das erste Schulhof-Liebeskummer wo man mal irgendjemanden verknallt war und dann so gefragt hat ob

00:23:36: wir sich vielleicht mal küssen können da auf dem Schulhof und

00:23:38: es nicht erwidert wurde, weißt

00:23:39: du?

00:23:40: Was?

00:23:40: ihr habt euch gefragt ob ihr euch küsst?

00:23:42: Schwierig!

00:23:43: War wild unterwegs schon zeitlich

00:23:46: Ja, und dann habe ich

00:23:49: so gemerkt, dass ich in der Musik einen Mentil gefunden

00:23:51: habe.

00:23:51: Ich habe damals ganz viel angefangen Rosenstolz

00:23:53: zu hören und Silbermund zu hören.

00:23:55: Es war

00:23:56: ja auch gerade die Deutschpop-Ara oder Deutschrock-Area damals wo sie die ersten...

00:24:00: Schnicke!

00:24:00: Wo

00:24:01: Deutsch ganz

00:24:01: lange out war.

00:24:02: Habe

00:24:02: ich alles gesehen und alles gehört?

00:24:05: Und wenn

00:24:05: wieder bei dir?

00:24:06: Dann kommen langsam wieder solche deutsche Sachen.

00:24:08: Rosenstolt Silbermond wir sind Helden Juli und das habe ich damals alles gehört.

00:24:12: Und das war ehrlich gesagt

00:24:13: doch meine erste

00:24:14: Hör-Experience, die nichts mit Randwichten

00:24:16: zu tun hatte.

00:24:17: und Schlimpe habe ich dann auch gehört.

00:24:18: Also das war das erste Mal wo es ein bisschen um ernsthaftere Musik gegen würde ich sagen... ...und hab da schon relativ schnell gecheckt dass glaube

00:24:25: ich irgendwie einen emotionaler und romantisierender Typ in mir wohnt schon damals.

00:24:30: Und hab halt angefangen den Schmerz den ich gespürt habe über diese was eigentlich

00:24:34: sehr witzig jetzt klingt über diese erste Zurückweisung da irgendwie

00:24:38: in Musik zu kanalisieren und hab da so erste Songs geschrieben

00:24:44: an meinem Keyboard, was ich damals hatte.

00:24:46: Wo ganz ekelhafter Schnülls rausgelaufen ist unter

00:24:49: Schmalz.

00:24:50: also das...

00:24:50: Sag mir eine Zeile!

00:24:52: Eine Zeile komm!

00:24:53: Ich müsste jetzt mal nachdenken wie die Songs... Ja denk

00:24:55: nach wir haben Zeit.

00:24:56: ...die Songs hießen.

00:24:58: Eine Zeil.

00:25:00: Ich weiß es nicht mehr.

00:25:02: So schlimm?

00:25:03: Ich sag das nicht weil ich's nicht mehr sagen will, ich weiß

00:25:05: es gerade wirklich nicht mehr.

00:25:06: vielleicht fällt mir zum Laufe des... Okay Aber

00:25:10: es waren ganz schlimme Herzschmerzgeschichten, wo man quasi die Zurückweisung des... Heute würde man sagen.

00:25:17: Die Zurückweise vom Crush, also von der... Vom Schwarm hätte man früher gesagt.

00:25:22: Also Crush?

00:25:23: Hochstilisiert hat... Ich

00:25:24: habe ein Problem mit dem Versprach!

00:25:26: Deswegen hab ich noch Schwarm gesagt.

00:25:28: Hochstilitiert hat zu absolutem Herzschmärzt einer Trennung gleich, den man nach zwanzig Jahren eher in fünf gemeinsamen Kindern

00:25:36: hat weil der eine den anderen mit Drogen hatte.

00:25:38: Weißt du was ich meine?

00:25:39: Das meinte ich mit übertrieben viel Schmalz

00:25:40: und Schnulz.

00:25:41: Okay, gut!

00:25:43: Aber das war der Anfang.

00:25:45: Wo du wusstest...

00:25:46: Ich brauch Musik.

00:25:46: Es war der Anfang

00:25:47: wo ich gemerkt

00:25:49: hab' ... Musik wird

00:25:50: für mich zum Ventil.

00:25:52: Nicht nur zum... Ich hab

00:25:53: da Spaß nicht stehen auf der Bühne

00:25:55: Sondern zum Ventiel von.

00:25:56: irgendwie kann

00:25:57: ich was Eigenes in die Musik packen Was ich bis dahin ja nicht gemacht habe.

00:25:59: Ich habe keine Eigen-Songs zu spielen.

00:26:00: Wie hast denn das so vorgespielt,

00:26:01: so die ersten Sachen?

00:26:05: Niemann lange Zeit weil das glaube ich auch niemand hören

00:26:08: wollte

00:26:08: Also meine Eltern auch nicht interessiert hat, so richtig.

00:26:11: Und was ich da von Schnurls schreibe

00:26:14: und

00:26:15: dann hab' ich relativ schnell beschlossen... Da habe ich übrigens gleich noch einen Hot-Hack für dich.

00:26:21: Hab'

00:26:21: ich ja relativ schnell geschlossen dass ich eine Band gründe.

00:26:23: Ey cool!

00:26:25: Und hab' dann mit...

00:26:27: Eine Schulband oder?

00:26:29: ...eine Schülerband gegründet.

00:26:30: Cool recht Gymnasium Oder?

00:26:32: Recht

00:26:32: Gymnasiums.

00:26:33: also wir waren nie alle aus derselben Schule und es war gar nicht so leichter Leute zu finden, aber Schon damals war ehrlich gesagt die Idee.

00:26:41: Denkt sich ein bisschen egoistisch gar nicht, dass ich unbedingt in der Band spielen wollte und ich wollte irgendwie meine Musik um sich Leute bringen.

00:26:49: Wie hieß die Band?

00:26:50: Boah das kam auch richtig wilde Namen.

00:26:52: Die hieß erst Starlight dann hieß es die Sternenlicht.

00:26:58: Dann hieß sie irgendwann Takeaway.

00:27:02: Und das war auch eine ganz wilde Zeit, weil ich weiß, dass wir damals ein Interview mit Katja Liebmann-Wagner hatte und die mich, glaube ich, tierisch unsympathisch fand.

00:27:08: Ehrlich?

00:27:09: Ja!

00:27:09: Das wäre nämlich der Hotday gewesen, dass ich eigentlich damit einsteigen wollte, dass sich ziemlich lange das Gefühl hatte, dass du mich gar nicht so gut leiden kannst.

00:27:16: Was?

00:27:18: Da drin kann ich mich

00:27:19: noch... Gut, ich weiß es noch.

00:27:22: Toni, schreiben Glitzer!

00:27:24: Du hast sogar mehrere Artikel darüber geschrieben.

00:27:26: Echt?!

00:27:27: Hast du die noch in deinem Archiv, darf ich mal nachlesen?

00:27:29: Ich garantiert irgendwo finden

00:27:31: Und ich bin damals auf deinen

00:27:33: journalistisch richtigen Konjunktiv nicht klargekommen.

00:27:35: Also du schreibst ja, also du zittierst dir ganz... Also wenn du Leute zitierst, zitierest du richtig?

00:27:41: Was heißt das für Leute, die nicht richtig machen?

00:27:43: Ist das jetzt ein Kompliment für mich?

00:27:44: Eigentlich schon!

00:27:45: Aber?

00:27:46: So dass wenn ich sage Ich erhabe das Gefühl, dass du dann schreibste, er habe das Gefühl und ich finde in diesem Da steckt immer so eine... Ich hab da mal so einen Zweifel raus gelesen Weil man ja nicht schreibt, er hat das Gefühl.

00:28:00: Sondern er schreibt ja, er habe das

00:28:01: Gefühl!

00:28:02: Und es ist ja richtig... Ich habe dein selber später Journalismus studiert und hab das quasi gecheckt.

00:28:06: Ach

00:28:07: so?

00:28:07: Du hast meinetwegen Journalismus Studierter

00:28:09: aufzukommen?!

00:28:09: Ich habe nur deine wegen Not um diese Wunde zu heilen, Journalismus studiert.

00:28:13: Mir klar.

00:28:14: Nee ich habe dann später schon gechecked dass das total richtig so ist und dass ich das dann irgendwann ja selber so gemacht habe.

00:28:18: aber als dreizehn Hänger habe ich immer gedacht...

00:28:21: Ich kann dich nicht leiden, hast du gedacht?

00:28:23: Ich glaube auch, da sind mich wirklich... du hast mir das Oma zu mir gesagt irgendwann.

00:28:26: Echt!?

00:28:26: Ja So ehrlich war

00:28:28: ich.

00:28:29: Heute tue ich es so, als kann ich dich leiden?

00:28:32: Nein Quatsch!

00:28:32: Also hast du mir dann irgendwann mal erzählt dass ich dir viel gesettelt davor komme und jetzt viel ruhiger vorkomme.

00:28:36: und das ist der Frühjahr, also das Gefühl hattest du es alles ein bisschen drüber und so.

00:28:40: Und das warst... also Spoiler alert, das warste derzeit auch.

00:28:43: Ich möchte einmal an dieser Stelle sagen, ich kann Toni richtig gut lernen.

00:28:48: Sie hören ja jetzt nur den Teil, den wir aufzeichnen.

00:28:50: Wir hatten eigentlich vorhin schon im Thema, wo immer gesagt haben können schon fast einen Podcast

00:28:55: werden?

00:28:56: Nee, wirklich.

00:28:57: Also ich rede gern mit dir!

00:28:58: Ja es freut mich und ich auch gerne mit dir.

00:29:00: Ich

00:29:00: mag deine Musik.

00:29:01: also das hat mich ja ein bisschen schockiert weil...

00:29:04: Was?

00:29:04: Ich hatte schockierte dass du meine Musik machst und kannst dich wirklich leiden?

00:29:10: Alles nein was auf.

00:29:12: jetzt kommen wir wieder zurück.

00:29:13: Jetzt müssen wir erstmal den Bogen schlagen.

00:29:15: jetzt komm wo zu deiner Liebesgeschichte bitte irgendwann wusstest du ich muss Musik machen um anderen Menschen.

00:29:21: genau

00:29:22: jetzt sage ich was du würdest es nicht so sagen aber ich darf es so sagen das Leben zu retten, denn irgendwann kam der erste richtig große Liebeskummer.

00:29:33: Und was ist dann passiert?

00:29:34: Der erste richtig grosse Liebeskommer kam insofern dass ich mit drei zehn vierzehn eine erste Beziehung angefangen

00:29:43: habe, also eine erste romantische Beziehungen.

00:29:47: Und ich kann Leute denken hören, während sie das hören.

00:29:49: Dass man bei den dreizehn und vierzehnt die Augen fortgeht in der Beziehung.

00:29:52: Aber es war schon so ... Das ging so mit... Dort wurde dann auf dem Schulhof geknutscht, final?

00:29:56: Also dort braucht das nicht mehr nur der Wunsch sondern ... Entschuldigung,

00:29:58: ganz ehrlich!

00:29:59: Mit dreizehn bis vierzehn gibt es Menschen, die haben schon erste richtige Beziehungen.

00:30:03: Genau, war dann auch so.

00:30:04: Dann waren wir zwei Jahre zusammen und das hat sich schon so gemausert von, dass ich würde das heute nicht

00:30:10: als meine erste große

00:30:11: Liebe bezeichnen, die kam hinterher.

00:30:13: Das war quasi die Frau danach Aber die erste Liebe.

00:30:17: Das erste Mal verknallt sein, verliebt sein, das erste mal Dinge machen, die man so macht als zwei verliebte Menschen.

00:30:25: und war eine Zeit wo mir es generell auch sehr

00:30:30: schlecht ging.

00:30:30: Ich habe damals angefangen nicht so ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter zu entwickeln bin mit vierzen Zuhause ausgezogen also mit vierzehn in eigene Wohnung gezogen.

00:30:40: Wolltest du dir das einfach leisten?

00:30:43: Meine Eltern haben das bezahlt.

00:30:44: Also die Möglichkeit wäre gewesen, entweder wir ziehen zusammen eine größere Wohnung oder wir haben zwei Wohnungen und da wird damals nicht gut miteinander klarkommen, war das irgendwie für alle Seiten... Habt

00:30:53: ihr dann in einem Haus gewohnt?

00:30:54: Ja, okay.

00:30:55: Aber

00:30:56: eigene Wohnung, eigene Tür dazwischen

00:30:57: und auch eigener Haushalt abviertzen

00:30:59: im Prinzip.

00:30:59: Das ist selber wäschewaschen?

00:31:01: Selber wäschewaschen, selber kochen,

00:31:04: selbst putzen!

00:31:05: hat mich jetzt aber nie unbedingt dummer gemacht, ehrlich gesagt.

00:31:07: Also klar habe ich mir manchmal dann schon so gesagt, wenn ich bei anderen Leuten war geil die kriegen das alles noch zuhause, aber ich musste sehr zeitlich selbstständig sein und bin da heute

00:31:15: auch auf eine ordentliche.

00:31:16: sehr dankbar dafür.

00:31:18: Genau!

00:31:19: Und hab zu meiner Marbenking-Gutusverhältnis gehabt.

00:31:21: in Wauern der Schule ist klassische Mobbingopfer... ...und was ich eigentlich gehofft hatte dass sich wenn ich jetzt mit einer Schülerbänder modernere Musik machen keine Volksentwicklung macht, dass es dann Leute vielleicht toll finden könnten und nicht vielleicht dass die so und die haben mich trotzdem

00:31:31: genauso gemobbt.

00:31:32: Ich habe mich ehrlich gesagt

00:31:33: noch schlimmer als früher.

00:31:35: Ja,

00:31:36: das war neid.

00:31:37: Aber ich war damals auch

00:31:38: dreizehn und vierzehn.

00:31:39: Und

00:31:41: du warst schon was Besonderes?

00:31:42: Du hattest eine Wohnung!

00:31:44: Ja aber ich war dann

00:31:45: auch kein geiler.

00:31:46: Ich hätte mich glaube ich selber unsympathisch gefunden.

00:31:49: Deshalb fand ich dich wahrscheinlich unsymprethisch.

00:31:51: Das war ja die Zeit wo ich dich kennengelernt habe.

00:31:53: Es

00:31:54: ist besser geworden aber ich würde bis heute sagen dass ich ein unsicherer Mensch bin...

00:32:00: Was

00:32:00: ist das deutsche Wort für Issues?

00:32:03: Problemfelder bei mir selber sehe und ich habe diese Unsicherheit sehr lange überspielen müssen, um nicht verlässlich zu

00:32:13: sein.

00:32:14: Also in dieser Mobbing-Fause, wenn ich den gezeigt hätte wie sehr mich das trifft

00:32:17: was die da machen

00:32:19: Hätte ich ... wir sehen nie was es da heute mit mir wäre.

00:32:21: Ich hab mir quasi so ein Panzer angelegt Um den Leuten nicht zu zeigen wie verletzlich ich bin plus ich habe das überspielt Und das ist natürlich etwas was man dann... Was Leute als überheblich wahrnehmen oder als arrogant und als eingebildet war ich aber für mich behauptentief im Herzen nie, aber es war einfach eine Art und Weise meine Unsicherheit zu überspielen.

00:32:40: Toni jetzt müssen wir trotzdem noch mal da hinkommen also... Ja ja, pass auf!

00:32:44: Genau

00:32:45: in dieser Phase.

00:32:46: warum ich das erzähle ist dass ganz wichtig ist weil man David glaube ich versteht wer dieses Mädchen damals für mich war.

00:32:52: Weil die einzige Worte die mir irgendwie das Gefühl gegeben hat gut zu sein richtig zu sein und toll zu sein Und das hat mich natürlich unglaublich

00:33:01: sehr Gecatcht und war unglaublich schön.

00:33:05: Und da hab ich natürlich gedacht, wie man das mit Vierzehn dann so ganz naiv macht... Das ist die große Liebe, mit der ich alt werde, mich niemals verlassen wird.

00:33:12: Hast du das mit vierzehnt wirklich gedacht?

00:33:14: Ja!

00:33:14: Okay gut.

00:33:15: Aus Dieß im Herzen.

00:33:16: Aber es kam dann anders?

00:33:18: Das kann man anders.

00:33:19: Die hat mich nach zwei Jahren

00:33:21: ausgetauscht.

00:33:22: Beschissen?

00:33:23: Beschissen.

00:33:25: Das war...

00:33:27: Also Wachsender würde man sagen, man hatte sich dann schon ein bisschen auseinander gelebt

00:33:31: und es war nicht mehr ganz dasselbe als es war

00:33:33: Und

00:33:34: glaube ich, weil mein Mit-Fürzen überhaupt kein Dunst hat oder selbst mit Fünfzehn da noch nicht.

00:33:38: Wir wollen dann am Ende Fünften und Sechzehn so wie man eine Beziehung führt und was es dafür Skills braucht und wir wollen ja alle beide super unreif.

00:33:47: Aber es gibt

00:33:47: auch Beziehungen die halten?

00:33:49: Das

00:33:49: gibt es aber ich

00:33:50: glaube die sind tatsächlich mittlerweile sehr selten.

00:33:53: Meine Schwester hat auch ihren ersten Freund geheiratet aber das sehe ich ja sehr seltsam.

00:33:58: Ja und dann ist sie auf einer Hausparty Also das, was man mit fifteen-sechzehn klassisch gemacht hat.

00:34:04: Die Eltern sind's Wochenende nicht da.

00:34:05: Wir schmeißen eine Fede zu Hause und so stören die Wohnung... ...und dann gucken wir wo Sonntag irgendwie wie wir es aufgeräumt kriegen.

00:34:11: Da hat sie mit einem anderen Typen geschlafen.

00:34:16: Darf ich das sagen?

00:34:17: Ja genau!

00:34:19: Und das hat mich als fünftens fast sechzehnten Jahreiger komplett zerstörbar.

00:34:24: Sie hattest dir denn gestanden?

00:34:25: Du hast es mitgegeben?

00:34:25: Sie hatten es nicht gleich gestanden.

00:34:27: Also sie hat sich erst von mir getrennt.. ..und hat mir das ein bisschen in die Schuhe geschoben dass ich Schuld wäre weil keine Ahnung Baum.

00:34:33: Und dann war sie aber drei Tage später mit jemand anderem zusammen, quasi mit dem da was lief.

00:34:41: Dann habe ich natürlich um Sie gekämpft und wollte Sie zurück haben weil ich Sie ja geliebt hab und weil ich auch mit ihr alt werden wollte.

00:34:46: Und dann ist irgendwann in all dem rausgekommen... Also irgendwann hieß es an die hätten sich da geküsst und irgendwann hat sie mir dann gestanden dass da auch mehr war.

00:34:56: Und das

00:34:57: ist die klassische toxische Geschichte mit fünfzehn Männern, die weiß was man wert ist, dann wollte er sie nicht mehr und dann ist sie wieder bei mir angekommen Und ich hab sie wieder zurückgenommen und dann waren wir wieder zusammen.

00:35:06: Dann wollte sich aber wieder ihnen, und es war also komplett gestört eigentlich aus heutiger Sicht.

00:35:11: Und für dich gab's einen Absturz?

00:35:13: Ein

00:35:14: seelischen Absturz ja!

00:35:15: Ich habe damals in dieser

00:35:17: Zeit, wo sie mir im Prinzip das

00:35:19: erste Mal fremdgegangen ist und sie sie von mir getrennt hat... Da hab' ich ein Song gehört, der hieß nur die Nacht und war von einer Deutschrock in die Kapelle, die hieß

00:35:31: Bakushan.

00:35:32: Die haben sich nach zwei Alpen aufgelöst relativ schnell.

00:35:34: Es war aus zweiter Albumnummer schon also ich gab es kurz darauf nicht mehr.

00:35:37: Sie hatten ein Song der hieß nur die Nacht und es gab eine Zeile

00:35:45: in dem Song

00:35:46: die heißt die Zeit heilt was sie kann doch nichts für immer.

00:35:50: Und

00:35:51: im Refrain hieß es dann irgendwie noch weiter du fehlst mir nichts wird wie es war Und man sagt, es wird schon wieder.

00:35:57: Doch das stimmt nicht.

00:35:58: Nichts wird wie es war.

00:35:59: Dieser Song hat mich durch diese Phase

00:36:01: getragen...

00:36:02: Weil ich gedacht habe, es

00:36:04: ist übelst krass!

00:36:04: Da ist irgendjemand der offensichtlich

00:36:06: dasselbe gefühlt

00:36:07: haben muss was ich gerade fühle und ich hab diesen Song immer und immer wieder gehört.

00:36:11: Wie

00:36:11: oft in etwa?

00:36:12: Weiß ich nicht.

00:36:13: Hunderte, tausende malen.

00:36:16: Mehrere hundert Male.

00:36:18: Das war jedes Mal ...

00:36:19: Hast du das schon gestreamt?

00:36:20: oder hattest du noch das Album?

00:36:23: Das habe ich mir ganz illegal runtergeladen.

00:36:24: Okay, alles klar!

00:36:25: Ich bin verjährt ja, ne?

00:36:27: Ich hoffe schon seit sieben Jahren gut.

00:36:29: Genau, ganz illegal heruntergeladen

00:36:30: damals und... ...das war jedes Mal wie eine dreieinhalb- menüdige

00:36:35: Umarmung

00:36:36: also wie als wenn dich dreienhalb Minuten... Da

00:36:38: kriegte ich jetzt schon wieder Gänsehaut.

00:36:38: Da kriegt die alte Frau Gänselhaut, das hatte mich genau so schon mal erzählt.

00:36:41: dann hab' ich Gänserhaut weil ich das so gut nachvollziehen kann.

00:36:46: Ich glaube in der Stelle spätestens

00:36:47: da habe ich entschieden dass sich das genauso machen will dass ich dem Leben oder der Musik oder anderen Menschen was zurückgeben will.

00:36:53: Also du willst leben retten?

00:36:54: Dass ich irgendwann

00:36:55: die Songs

00:36:55: schreibe, die sich andere Leute reinziehen wenn sie in der Scheiße ihres Lebens stehen.

00:37:01: Und lieber Toni auch das hast Du mir schon mal erzählt und Ich kann Dich wirklich leiden und ich mag Deine Musik Auch wenn ich nicht die Zielgruppe bin.

00:37:07: aber Du erklärst mir gleich warum ich doch Deine Zielgruppen Bin.

00:37:11: Es gibt Menschen die spiegeln Dir genau das.

00:37:15: Ja also es hat es gerade schon dann mit dem erster Song ausgebracht

00:37:18: Die Sommerregen.

00:37:20: Er erzählt eigentlich auch von dieser Trennungsgeschichte so ein bisschen, aber auch ganz schnültig und ganz schmalzig.

00:37:26: Ich mag ihn gar nicht mehr!

00:37:27: Ich muss den das auf Toh wieder spielen weil der Song ist den viele Leute von früher noch von mir kennen

00:37:32: also die die jetzt wirklich seit im

00:37:33: Jahr zwei Jahrzehnte

00:37:34: dieses Tony-Projekt quasi gegründet.

00:37:37: Und da gibt es halt Leute, die kommen auch seitdem nicht so vieler Aber sie sind da und wollen immer wieder diesen Song hören.

00:37:42: Und ich mag den eigentlich gar nicht mehr so sehr, weil der schon den heute nicht noch mal so schreiben würde.

00:37:45: Aber damals hat er ziemlich die Runde gemacht insofern dass der zwei Jahre

00:37:49: später als

00:37:50: Remix von verschiedenen DJs in fast allen Diskotheken in Deutschland die Runden gemacht hat.

00:37:58: Gar nicht so viele Leute wussten das der Song von mir ist, weil es dann ganz oft immer nur um den DJ ging und so... aber wir haben im Jahr war ich dann achtzehn inzwischen Freunde von mir, die waren unter Disco und haben ja dann immer Sprachnerwichten geschickt oder Videos geschickt, die sie aufgenommen

00:38:11: haben.

00:38:11: Schau mal Toni!

00:38:12: Dein Song läuft hier gerade und es war damals richtig krass.

00:38:15: In welchen großen Clubs das lief?

00:38:16: In welche Teilen von Deutschland da Videos kamen?

00:38:19: Und ja... Dann ging es damals schon los dass ich bei Instagram, Instagram waren wir nochmals gerade im Kommen.

00:38:29: Ich gesehen habe das super viele... Also wenn ich den Hashtag Sommerregen eingegeben hab Das super viele junge Mädels, hauptsächlich Mädels Bilder von sich hochgeladen haben, wo das Songtext vom Sommerregen drunter stand oder so teilen als dem Songtext und

00:38:43: so.

00:38:44: Und wo ich dann das erste Mal gemerkt habe krass.

00:38:46: also es funktioniert

00:38:47: insofern dass

00:38:48: irgendwie Leute diesen Song

00:38:50: mögen.

00:38:51: In dem Falle war's noch schön, dass ich das erste mal das Gefühl hatte die mögen den nicht wegen mir weil sie mein Freunde sind oder meine Eltern sind, weil zu Schülerbändzeiten war das immer so ist dann halt eine ganze

00:39:00: Freundin deine Eltern auf die Events gekommen sind

00:39:02: aber da hat sich ja niemand jetzt ernsthaft für deine Musik interessiert.

00:39:05: Angst

00:39:05: du nicht?

00:39:07: Die war ja auch scheiße, ganz ehrlich.

00:39:09: Wir waren richtig schlecht und wir dachten, wir sind's!

00:39:12: Und das war die Attitude mit der wir damals rumgelaufen sind.

00:39:14: Deswegen waren wir glücklich auch so

00:39:17: beliebt.

00:39:17: Genau.

00:39:20: Ich hab hier dann weiter Musik gemacht, ich habe mittlerweile vier Alben aufgenommen... ...und eine Geschichte, die mich immer wieder sehr bewegt oder nicht heute noch erzähle ist, dass mir mal jemand geschrieben hat, dass sich nicht wüsste wie oft ich ihr schon das Leben gerettet

00:39:33: habt Mit meiner Musik.

00:39:35: Und das

00:39:35: kriegt

00:39:36: sie immer, wenn es ganz finster in ihr ist, hört sie meine Musik

00:39:43: und hat sich quasi dafür bedankt.

00:39:45: Und dann wird's wieder hell?

00:39:46: Offensichtlich!

00:39:47: Also zumindest so hell, dass man vielleicht das

00:39:50: Gefühl... Ich hab mich da manchmal gefragt weil es ist ja an ganz vielen Stellen jetzt gar nicht die krass hoffnungsvolle Musik und die krassen Musik, die erzählt, dass alles gut wird und so.

00:39:58: aber vielleicht ist es genau das wie ich es empfunden

00:40:00: habe, dass ich einfach das Gefühl habe

00:40:03: Hier ist irgendwas, was mich hält.

00:40:05: Wenn da jemand ist der heute die Kraft hat darüber zu singen und schreiben vielleicht

00:40:10: ist das ein Indiz dafür dass man es rausschaffen kann aus diesem Schmerz oder so.

00:40:13: ich weiß es nicht aber das bewegt mich bis heute sehr und

00:40:18: solche Nachrichten gibt's mittlerweile sehr viele jetzt nicht alle in dieser krassen Intensität dass es darum geht dass jemand siches Leben nehmen wollte oder so aber Erwartet.

00:40:28: Leute schreiben dieses Song sie begleiten durch Trennungen durch schwere Phasen Durch Scheidungen, durch Verlust von Familie und Partnern.

00:40:39: Und das ist schon schön.

00:40:43: Wenn ich es ganz runterbrechen müsste, warum mache ich's?

00:40:46: Vor vierzehn Jahren hast du die Entscheidung getroffen.

00:40:49: Ich lebe irgendwann mal von meiner

00:40:51: Musik.

00:40:51: Ja,

00:40:52: genau so ein etwa.

00:40:56: Das war schon der ferne Wunsch aber das war jetzt nicht ... der antrieb die Entscheidung zu treffen.

00:41:03: Der antrieb, die Entscheidungen zu treffen, wo ich will Musik machen und nicht das Leute Songs hören und da irgendwie Kraft rausziehen.

00:41:11: Ja genau richtig!

00:41:13: Plus es wäre schön da irgendwann

00:41:14: noch ein Leben zu können.

00:41:15: Genau gut.

00:41:15: also von irgendwas muss man ja so leben.

00:41:18: Das ist ganz einfach.

00:41:19: Da

00:41:19: macht man sich als fifteen, sechsten Jahre gerne keine Waffel drüber.

00:41:21: Da denkst du einfach, es wird schon alles irgendwie...

00:41:24: Wann änderten sich das?

00:41:26: Oder wann hat sich das bei dir geändert?

00:41:27: Wenn dein Studium vorbei ist Du

00:41:30: hast Journalismus studiert?

00:41:32: Ich habe Medienmanagement mit Vertiefungsrichtungen.

00:41:34: Und

00:41:35: das wolltest

00:41:36: du aber nie machen!

00:41:39: Oh, ich fand das spannend und ich hab' es auch sehr geliebt... ...und ich glaube es hat

00:41:42: mich auch schon nochmal weiter gebildet

00:41:45: zu einem ganz

00:41:45: klassischen Sinne.

00:41:46: Aber ich wollte das nie als Haupt... also um jetzt Job machen

00:41:50: oder nicht?

00:41:52: Ich wollte eigentlich lieber der sein über den geschrieben wird als...

00:41:56: Also gar nicht so aus narkistischer Sicht sondern So, dass ich unbedingt wichtig sein will.

00:42:01: Weil die Hoffnung hatte das dann ja wieder mehr Leute in meine Mucke hören können oder so.

00:42:05: Gut!

00:42:06: Hat

00:42:06: mich auch mal... Ich würde sagen darauf glaube an manche Stelle

00:42:09: ein bisschen geschult, dass sich schon

00:42:10: relativ schnell checken wenn

00:42:12: mich jemand

00:42:13: anruft jetzt gar nicht von einer sehr freundlich intendierten Freien Presse oder vom Blick sondern wenn

00:42:21: die Bildzeitung anruf oder die Chemnitzer Morgenpost, dass es sich bei mancher Frage schon checke was die

00:42:27: Vorgeabsicht

00:42:28: da hinter ist.

00:42:31: Wann kam denn dann der Moment, wo du gesagt hast also jetzt muss alles anders werden?

00:42:35: Ich muss ja auch von irgendwas lieben.

00:42:38: Ja, kommen durch Corona.

00:42:40: ich habe nämlich während Corona dann zwei Jahre richtig arbeiten müssen.

00:42:44: Was

00:42:44: haben Sie gemacht?

00:42:46: Ich hab in einer größeren Werbeagentur gearbeitet und war dort Marketingleitung und Social Media

00:42:53: Manager.

00:42:55: Das habe ich zwei Jahre lang gemacht bin noch bis heute sehr dankbar dafür weil es mich durch diese Zeit finanziell irgendwie gebracht hat weil damals der musikalisch nicht so viel zu machen ging.

00:43:04: Also das heißt

00:43:05: mit... Da kommen Konzerte noch geben können?

00:43:06: Habe

00:43:06: ich, haben

00:43:06: wir auch gemacht.

00:43:07: Ich bin beim Date damals

00:43:08: ein paar Hofkonzerte für Pflegeheimen und Arschheimen gespielt.

00:43:12: Genau aber im Prinzip während des Studiums hat mich ja also habe ich auch schon Musik gemacht, hab' ich auch schön zu Großteilen meine Brötchen verdient, aber als Student habe ich

00:43:19: in einer twohundfünfzehn Euro

00:43:21: BG-Bude gewohnt Und hatte ja nicht viele Ausgaben.

00:43:24: Da

00:43:24: stand aber noch nicht Toni drüber oder?

00:43:26: Ja, da stand schon Toni drüber.

00:43:27: Da habe ich

00:43:29: schon zwei Alben gemacht derzeit

00:43:32: und...

00:43:33: Ich muss das alles so ein bisschen zeitlich einordnen.

00:43:35: Genau.

00:43:35: Hab auch parallel

00:43:36: damals auch schon mit meinem Dad viel Musik

00:43:38: gemacht und ihn als Musiker begleitet und so

00:43:42: hat mich dann quasi gerne immer ins zweite Glied gestellt und hab dann einfach gedient und einfach nur Musik gemacht.

00:43:48: Das kann ich schon auch.

00:43:49: Ich muss nicht immer zwingen, der sein, der die Mahlschule vorgibt und seine Vision lebt.

00:43:54: Das mache ich gern aber es gibt auch Stellen wo ich dann einfach... Also

00:43:56: du bist Trampensau kannst aber auch gerne im Hintergrund stehen?

00:43:58: Ja würde

00:43:59: ich schon

00:43:59: sagen.

00:43:59: Und ich mag auch beides weil natürlich dieses im Hintergründ stehen auch seine

00:44:04: Vorteile haben kann an meiner Stelle und weniger Verantwortung mit sich bringt.

00:44:07: wenn ich einfach nur komme und spiele was mir jemand vorgegeben hat

00:44:10: Dann kann ich mein Job gut machen, muss mir aber keine Waffel darüber machen.

00:44:13: Welches Set wird jetzt spielen?

00:44:14: Was meine tieferen Gedanken dahinter sind und so...

00:44:16: Weil das ist ja alles Zeit und auch viel Nerven.

00:44:19: Genau!

00:44:19: Und dann habe ich diese zwei Jahre da eine Werbeagentur gearbeitet.

00:44:21: wie gesagt bin sehr dankbar für was hat mich finanziell auch teilweise sehr getragen

00:44:25: oder hab' ich es ja deutlich gespürt was ich auf gar keinen Fall für meinen Leben möchte.

00:44:30: Richtig arbeiten!

00:44:31: Erschuldigung!

00:44:33: Den musste ich jetzt bringen.

00:44:34: Ja,

00:44:34: auf gar kein Fall richtig arbeiten weil das was ich mache ist auf gar keine Fall richtig.

00:44:39: Wenn du mir diesen Ball hinlegst

00:44:41: Dann

00:44:41: bitte schön.

00:44:42: Ich finde

00:44:42: das super, weil es halt tatsächlich ganz häufig die öffentliche Wahrnehmung ist von Leuten, die Musik

00:44:47: machen.

00:44:47: Aber übrigens... Ist es da wirklich so?

00:44:49: Musiker arbeiten nie oder?

00:44:50: Nein.

00:44:51: Eineinhalb

00:44:52: Stunden höchstens am Wochenende auf der Bühne und natürlich in den Haufen Kohle.

00:44:56: Und ansonsten schlafen sie oder...?

00:44:57: Schlafen, sausend braues Leben, genau.

00:45:01: Issekt, Champagner.

00:45:03: Koks und ja, genau!

00:45:05: Nein, bitte nicht.

00:45:06: Also ich...

00:45:07: Völlig aus Schwachsinn.

00:45:07: Ich hab ein sehr, sehr volles Leben.

00:45:11: Ich lege daran, dass ich fast alle selber mache.

00:45:14: Man würde heute sagen ...

00:45:17: Cool!

00:45:18: Hilf mir!

00:45:19: Wie sieht deine Woche aus?

00:45:20: Jede Woche anders und jeder Tag anders.

00:45:23: Es gibt einen Luxus, den ich mir tatsächlich gönne.

00:45:25: Und das

00:45:26: schläft eins

00:45:26: von wenigen Musikerklischees.

00:45:31: Wenn

00:45:31: ich singen könnte, ich wäre Musikerklaubs.

00:45:34: Ich gehe meistens sehr spät ins Bett weil ich eine Nacht-Öle bin und nachts auch gern kreativ bin.

00:45:37: Und nachts nervt niemand, nachts ruft niemand mehr an, nacht klingelt die Post näher in der

00:45:41: Tür und nacht kann

00:45:41: ich einfach... Es gibt

00:45:42: Projekte.

00:45:43: also ich bin ja nicht nur Tagesjournalistin, sondern es gibt hier auch manchmal so größere Projekten, die ich habe.

00:45:49: Also wir kommen im Erzgebirrgefekt mir das so ein Tuch, Magazin von Blick und Freie Presse.

00:45:54: da arbeite ich nachts!

00:45:56: Weil es klingelt niemand, du kannst dich in deine Texte ergeben.

00:46:00: Du bist ganz allein mit dir und deinem Text.

00:46:03: Das schöne Wetter hält ich auch nicht ab weil sie da unten

00:46:05: waren.

00:46:05: Genau richtig!

00:46:06: Und

00:46:06: dann gehe ich meistens so gegen zwei ins Bett

00:46:08: und schlafe dann halb bis zehn.

00:46:09: also alles unter acht Stunden ist Mittagsschlaf für mich.

00:46:12: Wenn ich nie mindestens

00:46:13: acht Stunden Schlaf

00:46:13: habe bin ich so nichts zu gebrauchen und möchte mir noch niemanden die Quere kommen.

00:46:17: Bist du ein Morgenmuffel?

00:46:19: Ich bin kein Morgenmuffle.

00:46:20: Ich wache direkt früh auf und hab gute Laune und sing alle Leute voll.

00:46:22: das sind dann eher.

00:46:23: die mache ich eher zum Morgenmufel damit.

00:46:25: Aber das ist ja das Schöne, dass wenn ich um zehn aufstehe, dass meistens alle schon weg sind.

00:46:29: Und ich zahle mit quasi gar niemandem im Sack gehen...

00:46:31: Was heißt denn?

00:46:32: Du wohnst noch in einer WG oder wie musst du mir das vorstellen?

00:46:34: Also aktuell wohne ich an der zweier WG mit einem meiner besten Freunde

00:46:37: zusammen in Leipzig.

00:46:38: Der macht auch Musik oder geht er richtig arbeiten?

00:46:41: Ja es

00:46:41: schlockzöglerer

00:46:42: unter anderem, also der hat schon

00:46:43: einen musikalischen

00:46:44: Bezug.

00:46:45: Genau!

00:46:45: Er muss richtig arbeiten.

00:46:49: Macht

00:46:49: ihr auch ab und zu mal

00:46:50: Zusammenmusik?!

00:46:52: Nee, weil sich unsere Kombination von richtiger und falscher Arbeit nicht wirklich... Ja wir haben uns schon zusammen Musik gemacht aber jetzt nicht hauptsächlich.

00:46:58: Toni du weißt worauf ich hinaus will?

00:47:00: Du willst den Tagesappler für mir sehen?

00:47:02: Also ich schlafe aus.

00:47:03: dann versuche ich ehrlich gesagt mich erstmal persönlich ein bisschen zu sätteln.

00:47:08: also das heißt ich koche

00:47:09: mir einen Kaffee.

00:47:10: ähm Ich bin...

00:47:11: Von mir wolltest du einen Tee?

00:47:12: Ja, weil ich

00:47:14: äh Den Kaffeeschon hatte.

00:47:15: Weil ich keinen Koffein mehr zu mir nehme seit drei Jahren.

00:47:18: Das heisst ich trinke

00:47:19: endkoffinierten Kaffe

00:47:21: Neudeutsch, die Kaffee.

00:47:23: Und warum?

00:47:25: Weil ich stellenweise Angst- und Panikpatient war und das ja am Ende alles darauf basiert ist in deinem Körper zu viele Stressormone sind.

00:47:32: Koffein funktioniert so dass dein Gehirn Stressormon in deinen Körper ausschüttet und wenn dein Körper sehr sensibel für Stress ist sollte man alles eliminieren, was noch mehr Stressambulner

00:47:40: ausschütten lässt.

00:47:41: Kann ich alles nachvollziehen?

00:47:42: Verstehe ich durchaus!

00:47:44: Aber warum dann den Kaffee am frühen

00:47:46: Morgen?

00:47:46: Weil ich einfach Kaffees vom Geschmack her sehr liebe und weil ich dieses Gedwahl sehr liebe... ...und weil ich diese fünf bis zehn Minuten Zeit für sich sehr liebe & brauche.

00:47:53: Meine sechzehnjährige Tochter sagt nämlich immer zu mir Mama dein Körper ist durch euch aber selber in der Lage dich erst mal munter zu machen.

00:48:01: also du brauchst keinen Koffein

00:48:03: Und die Wahrheit ist, du brauchst eigentlich... Also der Kaffee macht dich auch nicht wirklich wach.

00:48:06: Leute, die sagen sie brauchen für Drei-Kartassen Kaffees und Wacht zu werden.

00:48:09: Das ist meistens nicht der Koffein, der die Wacht macht sondern meistens das

00:48:12: Wasser.

00:48:13: Du brauchst wenn du früh

00:48:14: müde bist,

00:48:15: eigentlich Wasser!

00:48:16: Dein Körper braucht Wasser.

00:48:17: Wenn

00:48:17: du früh müde bist und trinkst ein Liter Wasser,

00:48:19: bist du hinterher wach?

00:48:20: Ich pleite jetzt mal bei meiner Tochter.

00:48:22: Die sagt immer zu mir, mein Körper ist ja wohl in der Lage selber munter zu werden.

00:48:25: Es ist so irgendwas was der Körper da ausschüttet.

00:48:28: ich kenne mich nicht aus aber ich habe es ausprobiert und das stimmt.

00:48:31: Allerdings kommt ja dann irgendwann die Mütigkeitsphase.

00:48:34: Trotzdem, wenn man keinen Koffein hat... Du weißt ja!

00:48:38: Manchmal muss ich Frühdienst machen, klingelt zwei Uhr drei in den Stromergang.

00:48:42: Da geht kein Bett.

00:48:43: Ja?

00:48:43: Da denke ich jetzt zukünftig an dich und da stehe ich auf.

00:48:46: Und freust Dich dass du einer richtigen Arbeit nachgehst.

00:48:49: Genau, natürlich.

00:48:52: Das wird der Running Gag, der uns durch

00:48:54: dieses

00:48:54: Folge begleiten wird.

00:48:56: Dann bin ich um vier im Studio.

00:48:58: Ganz

00:48:58: kurz müssen wir Running Gags aufklären?

00:49:00: Nee, das wissen die Leute.

00:49:02: Das ist der Gig, der immer wieder kommt.

00:49:03: Laufender Witz!

00:49:04: Der immer wiederkommt.

00:49:05: Genau.

00:49:06: Auf jeden Fall bin ich um vier im Studio.

00:49:08: bis um sechs geht's so

00:49:10: ca.,

00:49:10: aber um sechs brauche ich dann was.

00:49:13: Also dann ist es zu sagen, dass was mein Körper selber ausschüttet, um munter zu werden aufgebraucht?

00:49:18: Was machst du denn

00:49:18: dann?!

00:49:21: Das wäre ja bei dir ja bei vierzen Uhr so ein etwa.

00:49:23: Habe ich gesagt komm, naja... ... powernab, also einen kurzen Mittagsschlaf.

00:49:27: Geht

00:49:27: um sechs nicht im Studio?

00:49:28: Ja bei mir schon, weil ich nicht richtig arbeite.

00:49:32: Also

00:49:32: es ist ein Wasser trinken rausgehen, frische Luft spazieren gehen...

00:49:35: Das hilft dann alles!

00:49:37: Ich hab ehrlich gesagt so krassetiefs habe ich gar noch nicht.

00:49:39: Es kommt sehr noch mit drauf an ohne dass wir einen Ernährungs-Podcast draus machen wollen.

00:49:43: Ich glaube

00:49:43: das kommt noch sehr darauf an was man dann isst.

00:49:45: Also auch wie schwer man ist zum Mittag.

00:49:47: zum Beispiel wenn ich bis Mittag nix esse und dann irgendwie drei Klöse reinfeuern, dann bin ich auch müde.

00:49:54: Also um ehrlich zu sein, das ist ja auch so eine Sache mit dem Essen.

00:49:56: Wenn ich Frühdienst habe, dann bin ich wirklich jemand der früh was essen muss!

00:50:01: Kann Frühdienste essen?

00:50:02: Ja normalerweise auch nicht.

00:50:06: Eine gute Zeit um mit Essen zu beginnen ist eigentlich Mittag.

00:50:09: aber wenn ich Früh-Dienst hab, um sechs habe ich so viel Hunger also wirklich einen richtigen Hunger aus dass sich dann etwas essen muss.

00:50:17: Aber jetzt schließt sich der Kreis.

00:50:18: Ich esse dann und dann wäre ich müde.

00:50:20: Das

00:50:21: magst du selber, ne?

00:50:22: Ja, das merk ich selber.

00:50:23: Das ist so wenn man richtig arbeiten muss!

00:50:28: Ich merke immer dass Kölnit-Warte mich sehr langsam machen und mich sehr müde hören lassen.

00:50:32: Ich muss versuchen mittags irgendwie was leichtes zu essen und abends bevor ich dann ins Koma feier kann ich quasi

00:50:37: etwas hartes

00:50:38: zu mir nehmen.

00:50:40: Was gibt's denn dann?

00:50:41: Also wenn du ein Qual hast...

00:50:44: Ich liebe Döner.

00:50:45: Ich bin ehrlich, ich bin übel zur Döne junkie.

00:50:47: Ich esse bestimmt die Woche zweimal Dönen Und es ist ja mittlerweile auch gar nicht mehr so günstig.

00:50:52: Aber ich glaube also, mich zum Döner einladen damit kann man mir immer eine Freude machen.

00:50:55: Ich bin gar nicht so schwer zufrieden zu stehen.

00:50:56: Also dass das nächste Mal genau Döne essen?

00:50:59: Schmatzt

00:51:00: man dann ein bisschen mehr beim Reden aber... Genau!

00:51:02: Also ich koche früher mein Kaffee und meine Endkoffe.

00:51:04: Lass uns

00:51:04: mal hängen geblieben, dann geht's wie

00:51:06: weit?

00:51:06: Dann höre ich meistens zwanzig Minuten einen Podcast bzw.

00:51:11: ne Predigt von einer amerikanischen...

00:51:15: Die heißt Joyce Meyer, die ist glaube ich selbst in deutschen Kreisen teilweise sehr bekannt.

00:51:20: Das sind nicht mal so

00:51:21: die allerdiebsten

00:51:22: Gehirn-Augüsse.

00:51:24: aber das sind zwanzig Minuten wo ich schon checke dass sich

00:51:28: Identität

00:51:28: zugesprochen bekomme und was mir einfach hilft mich gerade auch mit meinen Selbstzweifeln mit meinen Fragen sehr auszurichten darauf wer ich bin und

00:51:35: wer ich glaube auch in meinem Glauben um den Gott zu sein.

00:51:38: dann versuche ich noch ein bisschen ... Bibel zu lesen, manchmal Journal nicht.

00:51:42: Also das heißt dass ich meine Gebete aufschreibe in ein Buch... ... weil mir das hilft mich mit so einem... Ich habe kein offiziell diagnostiziertes ADHS aber für mich manchmal so als hab' ich einen ADHS hören,... ...weil ich mich ganz leicht ablenken lasse auch in Gesprächen

00:51:55: und

00:51:55: so.

00:51:56: Gerade läuft's aber, wenn wir hier reden.

00:51:58: Liegt an mir?

00:51:59: Genau!

00:51:59: Und dann fällt mir es leichter manchmal die Dinge aufzuschreiben, da muss ich mehr dabei bleiben.. ..und wenn ich dann so sage ich mal meine innere Routine betrieben hab'.

00:52:07: Dann gehe ich mein To-do's nach und das kann ganz unterschiedlich sein.

00:52:11: Manchmal freue ich mich auf Berlin.

00:52:13: Hubsongwriting Sessions nehmen Sachen auf, manchmal schneide ich Videos für Social Media, manchmal drehe ich Videos von Social Media.

00:52:20: Manchmal habe ich Meetings online oder in Präsenz mit Leuten die... Jetzt hört

00:52:24: es sich ja doch fast nach Arbeit

00:52:25: an!

00:52:27: Tourmeetings, Absprachen mit Produzenten.

00:52:31: Ich mache meinen kompletten Merchandise selber also meine Fanartikel.

00:52:34: Das heißt, ich designe die Ich denke mir die aus was das sein soll.

00:52:38: Ich rede mit Druckereien, ich lasse mir Entwürfe schicken also entwürfen an Material.

00:52:46: Die sind nach Hause fast die anguckt.

00:52:47: gefällt mir der Stoff dann lass sich Testdruck machen wie es aussieht und so.

00:52:52: Und wenn die Schurz da sind oder die Pullis

00:52:56: Verpackst du die selber?

00:52:57: Dann

00:52:57: mach ich mir dann eine Kampagne dazu.

00:53:00: Das heißt, dann hole ich mir ein Fotografen oder einen Videografe und dann gehen wir in den Fotostudio machen da Fotos und Videos dazu, die aber auch nicht einfach nur Produktfotos sind sondern wo es ja eine Message dahinter gibt.

00:53:08: Dann fliege ich das in mein Online-Shop ein... Das

00:53:10: ist doch Stress!

00:53:11: Ich denke Du arbeitest nicht!

00:53:12: ...flieg ich

00:53:13: das im Online-Shop ein.

00:53:14: Und wenn Leute was bestellen Dann gehe ich auf meinen Dachboden und verpackte es selber, leg das zusammen.

00:53:20: Dann schreibe ich da selber noch eine Karte rein weil ich immer irgendwie Leuten die was bestellen nicht einfach nur etwas hinschicken will sondern irgendwie noch einen coolen Gedanken mitgeben will.

00:53:28: Manchmal bete ich vorher und frage Gott so weiß ich wo ich das Gefühl habe was ist das was sich der Person zusprechen soll?

00:53:35: Und dann bringt ich dasselber zur Post.

00:53:38: Das haben wir...das was ich jetzt gesagt hab.

00:53:39: die letzte Minute war jetzt nur der Punkt Merchandise.

00:53:42: Da hab' ich noch keine Platte gemacht, da hab' mich noch keinen Auftritt gespielt.

00:53:45: Aber

00:53:46: ich glaube, es hilft, um ein Gefühl dafür zu bekommen wie viel das ist und wie viel schichtig das ist.

00:53:50: Und das ist dann am Ende.

00:53:51: also ich habe ganz auf sechsten Stunden

00:53:52: Tage.

00:53:53: Dein viertes Album kam vor kurzem erst auf dem Markt.

00:53:57: Das

00:53:57: sind wir in den zwanzigsten Februar.

00:53:59: Ja, das ist ja noch ganz jung.

00:54:01: Phasen heißt es?

00:54:04: Und seitdem bin ich Fan von Toni!

00:54:08: Tut mir leid dir das zu sagen.

00:54:09: Kannst du mich nicht leiden, aber du bist Fan meiner Musik?

00:54:11: Nein!

00:54:11: Stopp!

00:54:12: Moment, das hat man alle schon aufgeräumt.

00:54:14: So ganz echt.

00:54:16: also als ich das gehört habe war ich total begeistert und hab gesagt er ist erwachsen geworden.

00:54:22: Das ist schön

00:54:24: Ich kann mit der Musik was anfangen.

00:54:26: Und jetzt befürchte ich, ich bin nicht deine Zielgruppe.

00:54:30: Du bist eine Zielgruppen.

00:54:31: Warum?

00:54:31: Auf die Form wie alt du bist ungefähr Das

00:54:34: sag ich dir gerne.

00:54:36: Ich bin vorhin das Jahr fünftig geworden.

00:54:37: Vorher

00:54:37: ist der Film so, bist du vor einer Zielgruppe?

00:54:39: Warum?

00:54:40: Weil die Zielgruppen sind ... Leute in meinem Alter.

00:54:46: Es ist schon ein Großteil weiblich aber es gibt auch immer wieder da ...

00:54:49: Also weibliche bin nicht!

00:54:50: ...

00:54:50: Männer, die sich hinvorirben und deren Eltern also deren Mütter.

00:54:54: Also ich hab ganz oft Müttern mit Töchtern da.

00:54:57: Okay.

00:54:57: Töchter anfang bis Ende zwanzig plus die Eltern dazu, also die Mütter dazu.

00:55:02: Und ganz oft gehen Mama mit ihren Töchtern zusammen

00:55:04: dahin?

00:55:04: Ich

00:55:04: hab meine Tochter das noch nicht vorgespielt vielleicht sollte ich das machen.

00:55:07: Wie alt ist

00:55:07: sie?

00:55:07: Sechzehn.

00:55:09: Die ist zu jung.

00:55:10: Zu jung, okay.

00:55:10: Die wird

00:55:11: es

00:55:11: glaube ich nicht abholen

00:55:12: Denkst du?

00:55:13: Denke ich.

00:55:14: Okay.

00:55:14: Die hören andere Sachen.

00:55:15: Wir haben Ecke-Mail und äh...

00:55:17: Wenn ich das sag was meine Tochte hört dann geht man hier gar nicht mehr weiter.

00:55:21: Dachte ich mir

00:55:23: Das für die ist

00:55:25: auch viel

00:55:25: so uncool Was ich da mache weil's viel zu wenig für die viel zu wenig Kante hat und viel zu wenige aneckt.

00:55:31: Und viel zu ... viel zu emotionaler oder endzwanziger, entblüßt sich emotionales Interessierte überhaupt nicht.

00:55:38: Aber wenn die

00:55:40: jetzt noch mal ein paar Jahre

00:55:43: mehr

00:55:43: ...

00:55:44: Ja, ist halt die Frage, ob die Generation dann auch da reinwächst?

00:55:46: Oder ob das dann halt ... Also, die Frage wächst eine Zielgruppe mit dir, also wird die Zielgruppen mit dir alt.

00:55:51: Das heißt, wenn ich Mitte dreißig bin, kommen wir in die

00:55:53: Dreißig-Jährigen...

00:55:53: Halt!

00:55:54: Jung!

00:55:55: Älter!

00:55:56: Ältere.

00:55:57: Fahrerner.

00:55:58: Das heißt, wenn ich Mitte dreißig bin, habe ich dann da Mitte dreizehn Jahre

00:56:00: plus ihre Eltern stehen.

00:56:01: Oder bleibt die Zielgruppe dieselbe und wachsen raus?

00:56:05: Aber ich muss jetzt einfach noch auf Tröseln.

00:56:08: meine Tochter mag Musik und sie ist Fan

00:56:12: in jeder Hinsicht.

00:56:13: Sie mag's!

00:56:15: Und ja... Da kann man ihr immer was Gutes tun.

00:56:18: Ich muss sie mal etwas vorspielen.

00:56:19: Dann wird sie sagen klar, das ist

00:56:20: nicht ganz so mein Fall denke ich.

00:56:22: Ich könnte mir vorstellen dass sie sagt Ja es schon ist ganz okay aber das ist nie ganz mein Ding.

00:56:25: Man hat fast mehr denn eine Zielgruppen.

00:56:28: Ich glaube, so richtig krass hast du auf der letzten Tour.

00:56:30: Auf der letzten?

00:56:33: Ja also das war jetzt die erste richtige Tour.

00:56:35: aber wer habe ich ja trotzdem die Jahre vorher

00:56:36: auch mal gespielt.

00:56:38: Aber du hast auf deine ersten richtigen Tour jetzt erkannt wer deine Zielgruppe ist.

00:56:42: Ja oder es nochmal bestätigt bekommen.

00:56:46: Wie lief dir?

00:56:47: Drei Stationen gab's ne?

00:56:49: Es

00:56:49: war also wirklich so der erste Versuch mal dieses Tourfeeling zu haben und einfach mal zu gucken ob das funktioniert.

00:56:56: Weil am Ende, und das gehört ja auch zur Wahrheit.

00:56:59: Am Ende ist Musik für mich ein sehr romantisches Ding.

00:57:01: aber sich nur permanent um sich selber zu drehen und nur Musik zu machen dafür dass man halt Musik macht und aber immer das Gefühl zu haben nicht von der Stelle zu kommen macht ja keinen Sinn.

00:57:12: Und meine Followerzahl ist sehr gewachsen über die letzten Jahre auch weil ich so viel Social Media gemacht habe.

00:57:17: Aber irgendwann müsste natürlich ein bisschen das Gefühl kriegen dafür Passiert er dann noch was mit.

00:57:23: Also sind Leute bereit auch dreißig Euro für ein Ticket auszugeben.

00:57:26: Und da bin ich jetzt wieder dabei, dass mich das gewundert hat als du mir gesagt hast naja es gibt schon noch ein paar Tickets weil ich kenne ja deine Followerzahl ich sehe ja wie viel du Likes bekommst für irgendwas.

00:57:39: Ich finde das was du auf Social Media machst sehr sehr ansprechend gefällt mir ich kann darüber lachen.

00:57:45: also auch wenn du dich selbst so ein bisschen aufs Korn

00:57:47: nimmst

00:57:48: find' ich total schick.

00:57:50: und dann sagst du mir nee diese wie viele Tickets waren's In Erfurt, die du hättest verkaufen können?

00:57:58: Zwei Hundert.

00:58:00: Die sind noch nicht ganz alle.

00:58:02: Ja aber woran liegt

00:58:05: das?

00:58:07: Ich glaube das Problem ist auch wieder vielschichtig grundlegend als Musik sehr anwertet wurden über die letzten fünfzehn-zwanzig Jahre.

00:58:16: Wir haben ja vorhin illegalen Download noch angesprochen.

00:58:19: Das waren noch gute Zeiten vergleichsweise, weil da haben nicht alle Leute illegal gedownloaded.

00:58:22: Und jetzt ist ja dieser legale Download oder nicht mehr Downloads und der legales Dream ist eigentlich ... Also dass du früher im Knast gekommen bist, nämlich dass du Musik quasi hören konntest ohne dafür aktiv immer wieder Geld zu bezahlen das ist ja heute das gängige Modell.

00:58:38: also ich bezahle schon jeden Monat Geld bei Spotify.

00:58:41: Du bezahlst

00:58:41: wahrscheinlich irgendwie zwölf neunneinzehnt oder zehn Euro für dein Abo?

00:58:45: Nee, ein bisschen mehr, weil meine Tochter das ja auch

00:58:47: benutzt hat.

00:58:47: Habt ihr schon wieder erhöht?

00:58:48: Family-Abo.

00:58:48: Du zahlst sechzehn neuneinzehnzig

00:58:50: glaube ich, oder siebzehn Neuneinzig?

00:58:51: Der hatte

00:58:51: es siebzenneunneineinzig.

00:58:53: Aber ich bin mir jetzt nicht ganz

00:58:54: sicher.

00:58:54: Genau und dann wäre natürlich sauinteressant also wenn das so funktionieren würde des Systemen dass

00:59:00: die sich angucken

00:59:01: du bezahlst

00:59:01: achtzehn Euro im Monat für das Abo

00:59:05: Dann gucken.

00:59:07: Dann haben die, du hast zwar noch mal Toni gehört und hundertmal,

00:59:10: keine Ahnung ... Roland Kaiser?

00:59:12: Werde ich da damit zu nahe?

00:59:14: Ich mag auch Roland Kaiser!

00:59:16: Wieso denn

00:59:16: nicht?!

00:59:18: Du hast den Monat um das mal einfach zu halten.

00:59:20: Nein!

00:59:21: Was willst du?

00:59:21: Das hättest du lieber?

00:59:23: Ich pass auf, ich habe heute Barzauer gemacht.

00:59:25: Da hab' ich meine Playlist Reinhard May gespielt von oben bis unten.

00:59:31: Okay dann hast du zwar nochmal Toni gehört und hundmal Reinhart Mai.

00:59:35: Ja, genau.

00:59:36: Wenn das System jetzt so funktionieren würde, dass ich quasi

00:59:38: von deinen achtzehn Euro die du in diesem Monat ausgegeben hast zwei Drittel bekomme und Reinhard May ein Drittel bekommen, wäre das ja schön.

00:59:44: Dann wäre das immer noch gar nicht mal so viel Geld.

00:59:46: aber so funktioniert das

00:59:47: System eigentlich.

00:59:48: Das

00:59:49: System funktioniert, dass

00:59:50: es einen ganz großen Topf geht...

00:59:52: Und dann wird ausgeschüttet?

00:59:53: ...und dann wird ausschüttelt.

00:59:54: Und zwar prozentual auf die ganze Plattform gerechnet.

00:59:58: also das heißt

00:59:59: von allen Streams die es gibt weltweit wird dann geguckt,

01:00:05: wie viele Prozent sind in der Tony davon?

01:00:06: Und das kannst du ausgeschüttet.

01:00:09: Wie kriegst Du jetzt denn nun von meinen zwei Hundert?

01:00:12: Ich bekomme Null Komma Null Fünf Cent pro Stream.

01:00:14: Null

01:00:17: Koma Null fünf Cent?

01:00:19: Das ist ja gar nix!

01:00:21: Du findest keiner leben.

01:00:22: Ein erstes Album, das habe ich noch im Kopf, das waren Zweihundert Tausend Streams.

01:00:26: da hab' ich nicht mal vierhundert Euro für bekommen.

01:00:28: AuVaya Was machen wir da?

01:00:31: Ja halt auf Konzerte gehen Merchandise kaufen und sich vor allem vergegenwärtigen, dass Musik halt nie auf dem Baum wächst.

01:00:39: Aber das wollte ich jetzt gerade sagen.

01:00:41: also du bist ja nicht der einzige der das sagt.

01:00:42: Also es gibt ja mittlerweile viele Künstler auch gestandene künstlernahmhafte Künstlern die nun endlich den Mund aufmachen und sagen das ist ein Mist was ihr da jetzt grad macht.

01:00:52: Bringt das was?

01:00:53: Hast Du das Gefühl da ist gerade Bewegung drin?

01:00:57: Also ich glaube es bringt insofern etwas, dass Leute darauf aufmerksam werden von außen das System checken und selber die Möglichkeit haben, zu gucken was sie damit machen.

01:01:08: Also zum Beispiel in Streaminganbieter zu wechseln weil

01:01:11: ein offenes Geheimnis ist, dass Spotify der Marktführer mit einem schlechtesten ausschüttet wenn ich unbedingt streamen will und ich sage ich will mir keine Schallplatte kaufen nicht will mehr keine CD kaufen ... auch keine CD zusätzlich kaufen.

01:01:22: Also ich kann ja zum Beispiel bei Spotify streamen und kann dann trotzdem sagen, pass auf... Wenn wir beim Lieblingskünstlern ein Album rauskommen, kaufe ich mir das trotzdem!

01:01:28: Ich hab kein Gerätens abzuspielen.

01:01:29: aber scheiß mal drauf, ich supporte den mit den fünfzehn Euro.

01:01:33: Und für den Tag an dem

01:01:34: Spotify irgendwann mal absäuft und wer alle Offline

01:01:36: sind weil es einen großen Blackout gibt und niemand mehr Internet hat, kann man das ja trotzdem noch hören?

01:01:41: Ich habe das selber erlebt, es gibt ja Songs die Spotify immer in Offline nimmt.

01:01:45: Weil mich Rechte nicht geklärt sind.

01:01:46: Songs vor zwanzig, vor dreißig Jahren gehen jetzt immer mehr offline.

01:01:50: Damals die Rechtsgrundlage nicht so war, dass man quasi wusste, dass irgendwann Streaming kommen wird und dann sind die Songs raus.

01:01:56: Aber also man kann den Konsumenten damit die Chance geben das Ding anders zu checken Und ich glaube dafür ist es wichtig zu glauben Dass man damit das System verändert.

01:02:07: Das halte ich für einen feuchten

01:02:08: Traum.

01:02:09: Das ist

01:02:10: für mich genauso ein feuchter Traum wie Ich glaube, dass wir andere große Big Player in der Gesellschaft

01:02:17: Amazon BlackRock und so

01:02:21: in ihren Funktionen irgendwie einschränken können, wenn wir da

01:02:24: aufhören.

01:02:25: Ich glaube nicht dass wir Nestle komplett bekämpfen und damit das wir jetzt keine Nestleprodukte

01:02:29: mehr kaufen.

01:02:31: Klar, wenn es viele machen und man alle machen dann würde das schon wählen.

01:02:35: aber viel zu vielen Leuten ist einfach

01:02:37: egal

01:02:38: weil ich kenne das ja selber!

01:02:39: Ich weiß dass Nestle nicht gut ist, ich weiß dass die ein ärmster armes Wasser abkäumen, aber ich esse halt unglaublich gern Cini Minis.

01:02:45: Und dann gibt es die Momente, wo ich mir das kaufe und wo ich in meinem Kopf ehrlich gesagt

01:02:50: so dünn wie das klingt.

01:02:51: Das

01:02:51: ist mir natürlich ... In dem Moment mache ich das nicht voll bewusst aber ich verdrängt das einfach im Denk.

01:02:54: Ich habe Bock drauf!

01:02:56: Und wenn du es dann zu Hause hast, ist das trotzdem?

01:02:58: Genau.

01:02:59: Und dann ist mir an dem Moment,

01:03:00: so ehrlich

01:03:00: muss man sein ja auch egal dass die den armensternorbenes Wasser abkommen weil ich mich da dann einrede in dem Moment naja nur weil ich das jetzt nicht kurve gröben die hat immer noch einen ärmstenorbenen

01:03:07: Wasserabdruck brauche.

01:03:08: das ist jetzt auch egal was ich ja mit meiner Innenpackungcineminis mache.

01:03:10: Und ich glaube so ist das an ganz vielen Stellen.

01:03:12: Toni lass uns zurück kommen zur Musik.

01:03:15: Wenn du so einen Titel machst, Schnäpple ist es nicht oder?

01:03:20: Einen Titel.

01:03:23: Also

01:03:24: ich kann dir das an einem Song von einem Album skizzieren.

01:03:27: Das heißt, womit das erstmal losgeht, dass sich ja gucke wer sind die Produzenten?

01:03:31: mit welchen Songwritern sitze ich auch in der Session.

01:03:33: Ich habe meistens ein ...

01:03:35: Die Session besteht meistens aus einem Produzent Und einem sogenannten Co-Rider.

01:03:40: Also eine Person, die auch noch mit in Songwriting integriert ist und meistens da sind wir zu dritt in Sessions.

01:03:45: Manchmal nur zu zweit, manchmal auch zu viert aber meistens zu dritte.

01:03:49: Das heißt das erste

01:03:49: was ich mache ist sich suchen mal die Leute raus

01:03:52: Die musst du bezahlen?

01:03:53: Die muss ich dann im weiteren Prozess bezahlen.

01:03:55: Aber erstmal fahre ich nach Berlin.

01:03:57: D.h.,

01:03:57: ich kaufe Zugtickets und fahren nach Berlin...

01:04:00: ...und meistens hole ich mir noch ein Hotelzimmer weil...

01:04:03: Wie ausschlafen?

01:04:05: Da ist

01:04:05: gar nicht viel mit Ausschlaven sondern das Hotel somit mir die Möglichkeit bietet, wenn die Session abends ganz lang geht und wir noch nicht fertig sind.

01:04:13: Dass ich nicht in den Druck komme von nachher fährt mein letzter Zug.

01:04:15: Ich muss los!

01:04:16: Wir müssen fertig werden, sondern dass ich... ...den zeitlichen Druck nicht habe.

01:04:19: Deswegen

01:04:20: gehst

01:04:20: du nur im Hotel.

01:04:21: Und nächsten Tag

01:04:21: fährst du zurück.

01:04:22: Da bist du Pimal-Daumen.

01:04:25: Ich hab eine Bahn called Fünfzig.

01:04:26: Das hier ist der Kalle für ein günstiger Bahnfahren.

01:04:28: Ich bin zweihundert bis zweieinfünfzig

01:04:30: Euro los.

01:04:32: Dann kommen Produzenten.

01:04:34: Meinen Produzent bezahle

01:04:35: ich irgendwas zwischen tausend fünf hundert und zwultausend Euro pro Song Pro Song!

01:04:41: Für die Produktion.

01:04:43: Das heißt, nehmen wir mal ein Tausend Fünfhundert.

01:04:45: Dann bist du da bei tausend siebenhundfünfzig und dann bezahle ich an den Co-Rider, der drinnen sitzt ungefähr eine Pauschale

01:04:53: von zwei Hundert Fünfzig Euro.

01:04:55: Das ist ja schon fast günstig.

01:04:57: Und da hast Du einen Song?

01:04:58: Der

01:05:00: hat es aber noch nicht aufgenommen.

01:05:01: Doch, der hast du noch schon aufgenommen.

01:05:02: Das ist in dem Produzenten-Ding drin.

01:05:03: Also in diesen Euro oder den Produzentern ist die komplette Produktion mit drinnen.

01:05:10: Da hast Du den Song und dann

01:05:13: fängst Du aber erst an.

01:05:14: Dann fängste An.

01:05:16: Du musst ein Video

01:05:17: drehen dazu.

01:05:18: Muster?

01:05:19: Ja macht an vielen Stellen schon Sinn.

01:05:22: Wenn Du das machst,

01:05:23: kostet Dich das ungefähr... Ich habe sehr gute Ideas, aber rechnen mal tausend Euro!

01:05:26: Da lachen jetzt andere Leute sich nach Arsch ab weil das ja wenig Geld für ein Video

01:05:29: ist.

01:05:30: Aber ich habe

01:05:31: Leute, wo ich die mit denen ich sehr viel arbeite.

01:05:33: Wo man dann so ein bisschen auf Mengenrabatt auch

01:05:34: ist und ich mache auch da sehr viel selber.

01:05:36: Ich bereite alles vor sodass diese Leute

01:05:37: eigentlich nur kommen und

01:05:38: drehen und Videoschneiden und dafür sind sie verdammt günstig.

01:05:40: immer noch aber rechnen bei tausend Euro im Video bis bei drei Tausende Euro.

01:05:44: Da musst

01:05:44: du Content drehen

01:05:46: also um die Sachen auf Instagram und TikTok zu promoten.

01:05:50: Manchmal kann man das selber machen manchmal kannst du nicht selber machen.

01:05:53: wenn ich jemand dazu hole kostet

01:05:54: mich das ungefähr nochmal sechs oder acht mal Euro.

01:05:57: Dann bist du dabei Naja, auch immer mal, sagen wir mal drei, sieben.

01:06:02: Dann irgendwann kommt sogenanntes Ad-Budget, das heißt du

01:06:04: musst Werbung schalten dafür dass wenn der Song rauskommt, dass da auch gehört wird und dass dann richtigen Leuten angezeigt werden oder bis zu pro Kampagne gerade bei ungefähr twelvefünfzig Euro?

01:06:12: Das heißt es ist immer mal fünftausend am Ende.

01:06:15: Wir reden immer noch von einem Song oder?

01:06:17: Einem Song genau!

01:06:19: Und dann... Joa...

01:06:21: Kommt da auch noch so ein paar Kläckereien

01:06:23: hier und da.

01:06:24: Elf

01:06:24: Songs sind auf nem Album?

01:06:26: Genau.

01:06:27: Was ich noch dazu sagen muss Das ist dann ein Song, wo kein externer Musiker was gespielt hat.

01:06:32: Also das heißt so wie wir alles selber umgesetzt bekommen haben.

01:06:35: Wo ich selber alle getan und gespielt habe, wo wir

01:06:38: mit italischischen Möglichkeiten mittlerweile keinen Musiker brauchen der da ins Studio kommt.

01:06:41: wenn wird es

01:06:42: aber über anderen Songs machen wenn ich sage Ich will das dann richtiger Schlagzeug, Schlagzeuge spielt.

01:06:45: Ich will dass dann Richtige das spielt bezahle ich pro Musiker dreihundertfünfzig Euro.

01:06:50: Das heisst bei einer viermalen Band bist du auch noch mal bei tausend vierhundert Euro.

01:06:53: Du bist schon ein bisschen idealist oder?

01:06:56: Schon

01:06:57: ja Kann man sich ein schönes Auto von kaufen?

01:06:59: Ich hätte mir von der

01:07:00: ganzen Kohle schon ein paar schöne Autos.

01:07:01: Also ich könnte vermutlich in Saus und Braus leben oder in mindestens einer sehr schönen Wohnung leben, die viel Luxus hätte und ein teures Auto fahren.

01:07:09: und wahrscheinlich anstatt dass ich mir immer noch mein Kaffee mit einem Espresso-Kocher, mit so'n Mockerkocher koche kann ich mir... Aber das ist

01:07:17: doch besser!

01:07:17: ...die

01:07:18: Siebträgermaschine wahrscheinlich schon leisten können.

01:07:20: Ich liege siebträgerkaffee.

01:07:21: Echt?!

01:07:21: Kein voll Automat Kein Filterkaffee oder so, aber Siebträger ist schon ein bestes Leben.

01:07:26: Aber ich habe mich dafür entschieden Musik zu machen und ich kann nicht anders.

01:07:30: Ich hab ganz viele wilde Gespräche schon geführt Und mein Vater ist einer der lautesten, der sagt das musst aufhören deinem Traum nachzujagen und du musst jetzt endlich... Deinen Vater?

01:07:42: Das überrascht mich jetzt!

01:07:43: Du musst

01:07:44: jetzt mach das was Geld verdient und nicht das was dein Traum.

01:07:47: Weil am Ende ist es ja so,

01:07:48: weil wir vorhin kurz über Rupsken geredet haben und über andere musikalische Projekte nicht alle nennig.

01:07:53: Am Ende finanzie ich euch damit meine Visionen.

01:07:55: Das heißt,

01:07:56: ich spiele

01:07:57: diese Projekten...

01:07:58: Lass es mich ganz kurz versuchen für mich zu fassen.

01:08:01: Toni ist das was du machen willst?

01:08:03: Toni

01:08:04: ist die Vision!

01:08:05: Deine Liebe Die ganze große Liebe.

01:08:09: Das wo ich

01:08:09: sage da bin ich hundertprozentig selber.

01:08:12: Und dass wo ich sagen, da spüre ich einen Auftrag Also eine größere Vision dahinter, die nicht nur Musik machen und Leute unterhalten.

01:08:20: Sondern das was wir vorhin geredet haben

01:08:23: mit Menschen

01:08:23: dienen.

01:08:23: Und alles andere unten drunter?

01:08:26: Mit deinem Vater gemeinsam auf der Bühne stehen?

01:08:30: machen, also nicht nur mit deinem Vater gemeinsam auf der Bühne stehen.

01:08:33: Das sind Dinge womit du das finanzierst?

01:08:35: Genau!

01:08:35: Das ist jetzt nicht so dass

01:08:36: mir diese Dinge hierzu gar keinen Spaß machen.

01:08:38: und dass ich jetzt sage... Gibt

01:08:39: es eigentlich noch mehr musikalische Projekte?

01:08:41: Ja gibt es.

01:08:42: wie gesagt ich geht nie über alle.

01:08:43: bei manchen Dingen bin ich auch einfach im Hintergrund oder in Cognito oder da mehr in einer administrativen Rolle als vorne dran.

01:08:52: aber ich habe ein eigenes Label noch beispielsweise wo ich selber meine eigene Musik veröffentliche von anderen Bands und Künstlern.

01:08:59: ja.

01:09:00: Aber im Prinzip, wir machen diese Sachen auch Spaß.

01:09:02: Es ist jetzt nicht so, dass ich sage, das ist wie Prositition und ich muss da mit meinem Vorder-Musik machen weil ich nichts weiß.

01:09:08: Das habe ich noch nie

01:09:09: so verstanden!

01:09:10: Aber am Ende finanzieren die meine Visionen ja.

01:09:13: Und wenn man der große Durchbruch käme?

01:09:15: Was auch immer das ist... ...dass er davon leben zu können.

01:09:19: richtig sozusagen... Dass ich

01:09:21: nur noch das

01:09:22: mache und dafür dasselbe auskommen hab

01:09:23: die jetzt gerade.

01:09:24: Tony.

01:09:25: Das ist aber das Wärtl.

01:09:26: ob ich noch niemander durchbruche

01:09:27: Sondern Ja, ich

01:09:28: weiß nicht.

01:09:29: Ich finde es immer ganz lustig, weil ja ganz viele Leute auch ganz schnell von außen oder schreiben, naja der hat

01:09:33: keinen Durchbruch gehabt

01:09:33: und so rüber mich... Das ist dann immer hier das Album und immer noch kein Durchbruchs.

01:09:37: Das ist ja die Frage, ne?

01:09:39: Also was ist sozusagen der Durchbrug?

01:09:41: Für mich ist der durchbruch... Nein eigentlich...

01:09:45: Also ich glaube für ganz viele Menschen ist da eine Durchbruche lehende Fischer zu sein.

01:09:48: Nein!

01:09:48: Oder ist da

01:09:50: ein Holzmittel zu haben?

01:09:51: Das ist der DurchBruch.

01:09:53: Das für ganz vielen Leuten glaube ich doch

01:09:54: ein Durchbrucht.

01:09:55: Hat er davon noch

01:09:56: Leben?

01:09:56: Hat der noch etwas davon?

01:09:57: Was?

01:09:58: Ich weiß es, aber du fährst ihn selber.

01:09:59: Aber wie ihr das sagen würde.

01:10:02: Gut also das ist der Durchbruch für viele.

01:10:04: Ich glaube das ist für viele der Inbegriffen von Durchbruche.

01:10:06: Und wenn das so durchbrucht...

01:10:07: Deutschland-Hitzer haben!

01:10:08: Naja einfach so eine mediale, das Ding, dass dich jeder kennt oder fast

01:10:12: jeder oder sehr vieles, dass die Frequenz relativ hoch ist, dass sich viele Leute kennen.

01:10:17: Ich glaub' das sind viele Menschen mit Durchbruchs

01:10:19: und wenn das der Durchbuch

01:10:20: ist dann weh ich nie ob ich den jemals habe.

01:10:23: Weiß ich an mancher Stelle auch nicht

01:10:24: mal ob ich ihn will.

01:10:26: Ich würd ihn vermutlich nehmen Wenn er käme, weil die Chance großes Divisionen schon

01:10:32: auf eine große Ebene zu heben

01:10:34: und sehr vielen Leuten damit dienen

01:10:35: zu können.

01:10:37: Aber ich glaube, ich könnte auch beruhigt und glücklich sterben wenn es den Durchbruch in dieser Formi gebe.

01:10:43: aber irgendwann nur noch die Mucke

01:10:46: zu machen und davon irgendwie meine Brötchen und vielleicht irgendwann mal

01:10:51: ein bis

01:10:51: zwei Kinder ernähren zu können...

01:10:53: Den bist du zwar willst du haben?

01:10:55: ...bis Frank zwischen null und fünf

01:10:56: Okay.

01:10:57: Ich habe jetzt mal die Mitte gewählt, ich hab ganz sofort gesagt, dass wir gar keinen Fall Kinder haben und manchmal denke ich mir, das ist eine

01:11:02: Fußballmannschaft.

01:11:03: Bin ja auch schon fast dreißig.

01:11:04: Toni,

01:11:05: stopp!

01:11:05: Worte?

01:11:06: Ganz kurz... Das wäre für mich ein Durchbruch.

01:11:10: Und da hab' ich... Wir wissen

01:11:12: nicht ob ich da ne schlechte Selbstvernehmung hab', aber da hat mir diese

01:11:16: Tourgrundlegend gezeigt, dass ich da noch nicht bin,

01:11:20: aber dass ich auch nicht mehr da bin wo ich losgelaufen bin und dass ich irgendwie auf dem Weg bin.

01:11:25: Ja,

01:11:25: denk ich auch.

01:11:25: Ich finde

01:11:26: es eigentlich ganz gut.

01:11:28: Ich wollte noch was zu dem Thema gehen sagen.

01:11:31: Das ist wieder die alte Weise, Frau oder wie auch immer.

01:11:34: ganz ehrlich ich könnte auf alles in meinem Leben verzichten.

01:11:37: Auf

01:11:37: alles!

01:11:38: Aus auf dein Kind?

01:11:39: Warum darauf

01:11:40: nicht?

01:11:41: Weil jemanden einen Menschen aufwachsen zu sehen und zu wissen der ist ein Teil von dir selber Und diese ganzen Phasen, die dieses Aufwachsen mit sich bringt.

01:11:55: Nun hatten wir kein Drama bisher, kann ja noch kommen also ist das auch mit achtzehn oder zwanzig mehr gleich.

01:12:03: aber

01:12:04: diese Phasend zu sehen und den Moment zu erkennen jetzt musst du ziehen lassen weil Reinhard Mahl hat mal gesungen Kinder sind uns nur auf Zeit geliehen.

01:12:15: sie sind gekommen um weiterzuziehen.

01:12:18: Das ist einfach was total Herliches.

01:12:20: Und gerade heute, ich hatte so einen sentimentalen Tag – das gibt es bei mir auch – und sie zog halt früh davon von Dannen wie das so schön ist.

01:12:29: Ich habe sie angeguckt und gedacht eine tolle Frau geworden, obwohl sie erst sechzehn ist und sicherlich noch weit davon entfernt ist, eine Frau zu sein.

01:12:38: Aber das ist etwas, worauf ich nicht verzichten will.

01:12:42: Also das ist ne Erfahrung!

01:12:44: Und wenn man's mal ganz ehrlich nimmt oder biologisch nimmt... Was ist der einzige Grund, warum wir auf dieser Welt sind?

01:12:51: Der einzige Grund.

01:12:54: Wie ist das anders wahrscheinlich?

01:12:55: Ja, ich wollte ganz kurz fragen... Also die Quinte sind

01:12:57: es dann eine Aussage, macht Kinder?

01:13:01: Habt Kinder nicht Macht!

01:13:04: Macht.

01:13:04: das hört sich so an wie... Das sowieso jeder sollte Liebe machen.

01:13:10: Es geht nicht darum zu sagen du musst jetzt oder so.

01:13:13: Ich weiß auch dass es viele Frauen gibt Obwohl sie sehr gerne wollten oder auch Männer, die gern wollten dieses Geschenk nicht haben.

01:13:22: Aber ich finde das ist ein ganz großes Geschenck und biologisch gesehen, ich sage es nochmal der einzige Grund warum wir auf dieser Welt sind.

01:13:33: Ich glaube,

01:13:34: ich will

01:13:35: mich da einfach an irgendeiner Stelle sehr bewusst dafür dagegen entscheiden weil ich das will und weil ich mir das Gefühl habe in der Gesellschaft sagt mir dass das wichtig.

01:13:46: Also ich glaube tatsächlich auch, dass das so ist.

01:13:48: Ich glaube nicht mal nur dieses reine Vorpflanzungsdingen sondern... ...ich habe immer diesen Blick, dass ich denke in hundert Jahren interessiert sich für dich und mich keine Sau mehr.

01:13:56: Richtig!

01:13:57: Genau!

01:13:57: Hundert Jahre

01:13:57: kennt Dich und mich niemand mehr.

01:13:59: Und es ist okay so.

01:14:00: Ich finde wenn man sich das vergegenwärtigt wird mir auch irgendwie sehr krank.

01:14:02: Warum

01:14:03: reden wir über hundert Jahre?

01:14:04: Ganz ehrlich, in dreißig ist bei mir Ende wahrscheinlich.

01:14:08: In Dreißig

01:14:08: kenne ich aber deine Kinder noch Aber in hundert Jahren kennen dich deine Ohren, also deine

01:14:12: Ohreinkelkennung

01:14:13: will

01:14:13: ich nicht mehr.

01:14:13: Das meine ich.

01:14:14: Also das gibt in hunderte Jahren niemanden mehr,

01:14:17: seit denn da ist jetzt Güte oder keine Ahnung.

01:14:19: aber wenn wir der Auto normal verbrauchen

01:14:21: bleiben... Ja den Güte kennen wir auch nicht, also den kennen wir vom Namen

01:14:24: hier.

01:14:25: Nee so hab' ich's auch nicht gemeilt!

01:14:25: Aber du bist in hunderter Jahren sind du und ich für niemandem mehr ein Thema weil uns einfach niemand gekannt hat.

01:14:31: Es

01:14:31: sei denn du hast den Durchbruch?

01:14:33: Ja, aber wie gesagt da müsste schon auf Goethe-Level sein oder keine Ahnung auf Freddie Mercury Level sein.

01:14:37: Selbst da würde mich interessant noch Freddie Mercury in hundert Jahren nach jemandem kennen.

01:14:40: Ist egal... Aber das einzige was überdauert finde ich Sinn Werte die du weitergibst.

01:14:46: Also ich glaube dass ich heute Werte in mir trage Die

01:14:50: meine Urohr Großeltern

01:14:52: meinen Großeldern

01:14:53: weiter gegeben haben.

01:14:54: Wer weiß ich das?

01:14:55: Ich habe im Oktober mein Ober beerdigt.

01:14:58: Mein Ober war so schon einer der wenn ich der wichtigste Mensch für mich und einer, den ich super krass viele Verdanken habe.

01:15:04: Da liegt gar nicht weit entfernt von hier auf dem Waldfriedhof.

01:15:07: Und ähm... Ich hab meinem

01:15:09: Opa zwei Wochen bevor er eine Woche, genau eine Woche bevor er gestorben ist noch sein also wir christenländes Übergraubegebet abgenommen aufm Sterbebett.

01:15:20: das heißt mein Opa hat

01:15:21: mit mir dort noch gebetet

01:15:22: und hat seinen Leben noch Jesus gegeben und ich glaube fest daran dass es sich in der Ewigkeit wieder sehe.

01:15:27: was dann wirklich wild war

01:15:28: ist, dass wir ein paar Wochen nachdem er gestorben ist seine Wohnung ausgeräumt haben

01:15:31: und ich in seiner Wohnung im hintersten

01:15:34: Schrank eine kleine Bibel gefunden habe

01:15:38: wo sein Opa

01:15:39: reingeschrieben hatte für meinen lieben Enkel Karl-Heinz zum täglichen Gebrauch.

01:15:45: Und in meiner Familie ist Glauben dann irgendwann auch kein krasses Thema mehr gewesen

01:15:49: und dafür gibt es viele Gründe, waren noch alles DDR Leute, wo ja auch Glaubem und Kirche generell ein wildes Thema war.

01:15:57: Aber an der Stelle,

01:15:58: wo ich da dann mit meinem Opa saß und mit dem quasi noch sein letztes Gebet gesprochen habe, hab' ich so gecheckt.

01:16:04: Da sind Sachen über fünf Generationen passiert.

01:16:06: Das heißt, da gab es einen Wert den die irgendwie... Und sei's mit dieser

01:16:11: Bibel,

01:16:11: die sie ihm da geschenkt haben, irgendwie in die Familie gepflanzt haben.

01:16:15: und ich checke fünf Generation später ohne die jemals gekannt zu ham', dass denen ihre Gebete von damals wahrscheinlich heute im Jahr zwölfundzwanzig oder jetzt einmal sechsundzwannzig aber damals zwanzig in irgendeiner Weise erhört wurden.

01:16:26: Und das finde ich crazy.

01:16:27: Also, ich find diesen Gedanken krass, dass das Einzige was wir wirklich weitergeben, Werte sind.

01:16:32: Weil so

01:16:33: wie mich meine Großeltern mit großgezogen haben die Werte, die mir weitergegeben haben, die werde ich irgendwann meinen Kindern weiter geben soll ich welche haben

01:16:40: und die vermutlich

01:16:41: ihren.

01:16:41: Ich glaube, das ist tatsächlich das einzige was überdauert.

01:16:44: Was glaubst du?

01:16:45: Was in fünfzig Jahren... also warte mal, dann bist ... nee!

01:16:49: Wir müssen ein bisschen größer das Garten zu fassen.

01:16:51: Du bist zu jung.

01:16:53: Was is von dir in siebzig Jahren bei Spotify noch zu finden.

01:16:57: Ist die Musik nach da?

01:16:58: Wahrscheinlich

01:16:58: gibt's kein Spotify mehr und wahrscheinlich interessiert die Musik auch niemanden mehr.

01:17:02: Warum glaubst du das?

01:17:03: Weil ja, mich Musik von vor siebzig Jahren auch nur sehr, sehr konternd interessiert und weil es die Tonträger oder die Medien, die es damals gab auf denen Musik transportiert wurde heute nicht mehr gibt.

01:17:14: also siebzig Jahre zurück waren fünftiger Jahre.

01:17:18: Fünftige Jahre sind aber schon noch Titel dabei, die wir auch heute glaube ich noch hören.

01:17:22: Ja, aber ich nicht.

01:17:23: Okay.

01:17:23: Also nicht in meiner, keine Ahnung von wann ist die Derojik?

01:17:27: Von wann ist der auf den Sechzig oder so sein?

01:17:30: Ja,

01:17:30: das ist einer, den ich kenne.

01:17:32: Ist ja immer die Frage

01:17:33: höher.

01:17:33: also kennt man ganz grundlegend.

01:17:34: wir alle kennen noch irgendwie wahrscheinlich Faust und wir alle können, da weiß ich nicht, eine Erlkönig.

01:17:41: aber wir mussten es mal in der Schule lernen.

01:17:43: aber haben wir da wirklich noch?

01:17:44: ne... Die

01:17:45: müssen das ja gar nicht mehr lernen!

01:17:46: Das ist ja gleich noch das nächste aber okay.

01:17:47: Wir

01:17:48: durften draußen suchen Erlköning, Handschuhe oder

01:17:51: Sauberlehrling.

01:17:52: Genau

01:17:54: Ich finde es okay, dass man das heute nicht mehr lernen muss.

01:17:56: Weil wir haben doch

01:17:57: im Leben keine ... Also was sollt ihr mir das bringen?

01:17:59: Dass ich das dann noch mal lernen muss!

01:18:01: Das ist zuhundert Jahre alt oder so.

01:18:04: Wenn ich aber keine Berührung mehr damit habe.

01:18:08: Weißt du mich meine?

01:18:08: Wir haben doch am Alltag keinen Berührungen mehr damit.

01:18:10: Ich weiß, dass es Musik gibt aus den fünftiger Jahren und ich könnte dir drei Titel ordentlich nennen.

01:18:14: Aber ich hab doch keine Berörung mehr damit.

01:18:16: Und irgendwo wird in siebzig Jahren vermutlich noch Musik von mir rum geistern auf

01:18:20: irgendeinem Tournträger, aber ob das jetzt noch jemand aktiv interessiert weiß ich nicht.

01:18:23: Und es ist total okay.

01:18:25: Weil für mich geht's nicht darum, mir einen Denkmal zu erschaffen

01:18:29: und dass irgendwann Leute denken, da war so ein krasser Typ, sondern

01:18:33: wir gehen drum in der Phase wo ich jetzt bin und wo ich lebe mit den Musikmenschen zu dienen.

01:18:38: Es

01:18:38: geht nicht um Denkma?

01:18:39: Im Hirn jetzt!

01:18:41: Also um Denkmals gehts überhaupt nichts, sondern... Das war einfach eine hypothetische Frage.

01:18:45: Glaubst du, dass es in hundert Jahren noch Spotify gibt und Musik von dir auf Spotify?

01:18:50: Nein.

01:18:51: Glaube ich nicht.

01:18:52: Auf irgendeine Art und Weise

01:18:53: wird irgendwo Musik für mir rumgeistern aber die dort niemand mehr interessiert.

01:18:55: Was glaubst du?

01:18:56: was kommt nach Spotify?

01:18:58: weil?

01:18:58: das kann ja nicht das Ende sein.

01:18:59: Ich

01:19:00: weiß es nicht gerade.

01:19:01: ist KI ein großes Thema?

01:19:03: also das ist halt die Frage so ein bisschen dahingehend von macht sich in Zukunft einfach jeder seine eigene Musik ganz künstig aus der Dose?

01:19:11: Wir haben ja gerade

01:19:12: auch

01:19:15: große Gespräche darüber, wieviel Emotionen der KI kann.

01:19:21: Aber das ist schon

01:19:22: auf eine Art

01:19:22: und Weise spannend

01:19:26: was da geht.

01:19:28: Ich weiß es nicht...

01:19:30: ich sehe nur dass die Entwicklung in den letzten zwanzig Jahren nicht wirklich besser geworden ist.

01:19:36: Das

01:19:37: war ja irgendwann mal ein Ausgangspunkt unseres Gesprächs, was die Wertschätzung von Musikern belangt.

01:19:43: Und ehrlich gesagt fehlt mir der Glaube dafür dass das besser wird.

01:19:46: Toni so ganz langsam müssen wir zu Ende kommen?

01:19:48: Ganz schön negativ kreuen!

01:19:49: Wir müssen jetzt irgendwie

01:19:50: noch einen

01:19:50: positiven Hänger

01:19:52: kriegen.

01:19:52: Ganz ehrlich!

01:19:53: Forzen!

01:19:55: Wir hassten jetzt schon Streamings.

01:19:56: Soll

01:19:58: ich es dir genau sagen?

01:19:58: Ja

01:19:59: sagst du mir genau.

01:20:00: Also...

01:20:01: Ich kann jetzt

01:20:02: zumindest sagen

01:20:02: wo der Spotify geht weil ich habe vorhin darüber abgelistet, dass ist die schlechteste Plattform und das gucken wir alle drauf.

01:20:09: Bei Spotify sind es neunhundertdreien, dreißigtausend, siebenhunderteinundneunzig.

01:20:12: Da bist du aber halt Millionär!

01:20:13: Neunzechzig tausend weg von der Asse.

01:20:15: Ja, aber an Streams nicht an Euros...

01:20:17: Das weiß ich schon!

01:20:18: Mein letztes Album

01:20:19: hat eins Komma sechs Millionen gerade.

01:20:21: Cool!

01:20:22: Streams.

01:20:23: Dann klingt das ja so als wären das deutlich mehr?

01:20:27: Wie alt ist das letzte Album?

01:20:28: Wie lang liegt das zurück?

01:20:30: Äh, September zwanzig also dreieinhalb Jahre.

01:20:33: Na siehst

01:20:34: Du?!

01:20:34: Also, du meinst ja hier deutlich mehr?

01:20:36: Ja.

01:20:37: Als ich das letzte Album rausgebracht habe, was am Release-Day?

01:20:39: waren es an den Release-Days, sechshundertausend Streams und jetzt waren es knapp neunhunderttausend.

01:20:43: Na siehst

01:20:43: du!

01:20:43: Neunhundertausend.

01:20:44: Ein Drittelmehr.

01:20:46: Ich fühle mich

01:20:48: schon auf dem Weg

01:20:49: aber ich hab mir verabschiedet von diesem Ding... Von diesem Musikmachen wie Lotto Scheine ausfüllen.

01:20:53: So nachdem man so, ich mach' jetzt die nächsten Lottoschein weil ich will Millionär werden Und

01:20:57: ich

01:20:57: bringe jetzt die nächste Song raus, weil das wird meinen Durchbruch.

01:21:00: Da bin ich einfach weg von.

01:21:02: Steht dir auch gut Davon wechseln.

01:21:04: Ja,

01:21:04: wenn das irgendwann mal passiert ist es cool

01:21:05: und dann

01:21:06: freue ich mich und dann werden ganz viele Leute kommen die sagen dass habe ich immer gewusst.

01:21:09: die leute die jetzt sagen Das wird nicht aber das ist okay.

01:21:13: Aber ein was muss noch klären.

01:21:14: wie sind das mit der Freundin?

01:21:16: Oder der liebe?

01:21:17: also Toni ist die große Liebe?

01:21:18: das haben wir ja schon gehört.

01:21:20: sie berufliche groß oder die?

01:21:21: Die

01:21:23: Beruf ist eine

01:21:24: Berufung die Berufungsliebe.

01:21:26: Was

01:21:27: willst du jetzt genau machen?

01:21:28: Naja Wie sieht's denn aus?

01:21:30: muss er noch gebacken werden?

01:21:33: Ach komm.

01:21:34: Es

01:21:36: gibt ... Also,

01:21:37: es gibt einen Wert zu rennen!

01:21:38: Es

01:21:41: ist nix Spruchreif gerade.

01:21:43: Aber ich melde mich bei dir

01:21:44: wenn das Spruch reif ist.

01:21:45: Cool.

01:21:46: Ich finde schon auch mal.

01:21:47: Natürlich.

01:21:48: Ich bin

01:21:49: auch da was

01:21:50: meine persönlichen Prozesse angeht auf dem Weg und nicht mehr da... Du warst

01:21:54: glaube ich auch so etwas ganz Besonderes oder?

01:21:57: Ich glaube ich habe sehr oft in meinem Leben nicht den Glauben gehabt auf was

01:22:01: Besonderes oder das da was Besonders kommt und habe mich oftmals mit Dingen zufriedengegeben, die wo ich nicht gut für die Person war und die Person nicht gut von mir war.

01:22:09: Ich glaube, ich hab viele Beziehungen in meinem Leben gehabt und viele einige, die ich hätte einfach weglassen können.

01:22:15: Wie

01:22:15: viele Lieben hattest du schon?

01:22:18: Es waren schon ein paar und ehrlich gesagt

01:22:20: mehr als sich das

01:22:21: heute für mich gut anfühlt.

01:22:23: Und aus heutiger Sicht würde ich ganz vieles davon weglassen.

01:22:27: es gibt so ein zwei.

01:22:27: also ich glaub meine erste große Liebe würde ich noch mal machen.

01:22:30: Dafür war es einfach zu schön.

01:22:32: Also

01:22:33: den Fehler würdest du gerne noch mal machen?

01:22:36: Naja, das ist halt immer die Frage, würde man's dann mit dem selben Fehler nochmal machen oder würde man so... Aber das ist einfach eine Sache!

01:22:42: Wir haben ja vorhin ganz kurz über Glauben gesprochen

01:22:46: und ich finde gerade wenn man dann, ich habe ja vor fünf Jahren

01:22:49: oder vor sechs Jahren auch mich da

01:22:51: sehr hingewendet und dann

01:22:53: gibt es ja auch für einen so ein Gefühl von altes Leben und neues Leben Und oftmals ist ja die Tendenz dann auch dass man schon Sachen erkennt.

01:22:59: Ich hab Sachen erkannt, als ich im alten Leben gesagt habe.

01:23:02: Vieles würde ich dafür nicht mehr machen weil vieles fühlt sich für mich nicht richtig an was ich da gemacht hab.

01:23:07: aber es gibt auch so Sachen da ringe ich damit und sie ist zum Beispiel einer davon weil ich immer so denke naja

01:23:11: klar am ende

01:23:12: haben wir uns verletzt.

01:23:13: dann am Ende war es nicht das was es hätte werden können.

01:23:15: am enden

01:23:16: waren wir vielleicht doch nicht

01:23:17: dafür gemacht am ende zusammen zu bleiben.

01:23:21: Und sie ist jetzt sehr glücklich mit ihrem leben und mir geht's okay damit

01:23:25: Seht ihr euch noch regelmäßig?

01:23:28: Aber ab und an

01:23:30: Söchte, was das ganze Team ist?

01:23:31: Vorraten.

01:23:32: Es war jetzt zehn Jahre lang Funkstille zwischen uns.

01:23:35: Ich glaube auch an ganz viele Stellen richtig krass berechtigt weil ich damals wirklich ein kompletter Vollidiot war und sie hat einen Song auf dem Album.

01:23:46: Sie hat noch mal den Song bekommen,

01:23:47: was richtig wild ist.

01:23:51: Weil ich sie auf einem dritten Album

01:23:55: echt hab losgelassen.

01:23:56: Glaubst du noch so ein, zwei Songs die aber wirklich eigentlich festgestellt haben?

01:23:59: Man kann die Zeit nicht zurückdrehen.

01:24:01: Das ist alles okay wie es ist

01:24:03: und ich habe ganz lange überhaupt nicht kommen sehen das dir auf dem vierten Album nochmal

01:24:05: einen Song kriegt weil sie auch für mich eigentlich kein großes Thema mehr ist.

01:24:08: also außer man sitzt an solchen Runden guckt auf sein Leben zurück und sagt dann irgendwie was würde mal nochmal machen?

01:24:12: aber

01:24:13: ist jetzt nicht so dass sich jetzt irgendwie jede Woche zu Hause

01:24:15: sitzen und denke Boah hätte ich das mal damals anders gemacht?

01:24:18: Dann sitze ich da in der Songwriting Session in Berlin.

01:24:20: Es war die letzte... Die vorletzte für

01:24:23: das Album.

01:24:26: Dann checke ich so, dass sich gerne aus der wachsenden Sicht und aus zehn Jahren später noch mal auf die Beziehung zurückkommen will.

01:24:34: Nein!

01:24:34: Und einfach nochmal das was ich da gerade erzählt habe...

01:24:36: Das war nicht geplant?

01:24:37: Nee, das war nicht Geplant.

01:24:38: Okay.

01:24:38: Das was ich dir gerade erzählt hab eigentlich gerne in den Song packen will.

01:24:41: davon.

01:24:43: Ich bin super dankbar, dass es dich gab Und ich denke bis heute manchmal an dich.

01:24:46: Es gibt Momente, da vermisse ich dich und frag mich ob das genauso geht.

01:24:50: Trotzdem kein Ich will dich

01:24:52: zurück und ich will dass wir noch mal anfangen so was man normalerweise dann so schreibt wenn es frisch ist sondern einfach zu sagen es ist okay!

01:24:58: Und ich war ein voll Idiot und ich hoffe verzeihs mir das irgendwann... Also die Auftaktzeile ist ja.. Ich habe dein Hochzeitbild bei Instagram gesehen

01:25:06: und als

01:25:07: ich das damals gesehen haben hat das krass etwas mit mir gemacht.

01:25:09: und trotzdem hab' ich mich

01:25:11: unglaublich für sie gefreut weil ich wusste, das ist genau das was sie immer wollte und was ich hier an dem Zeitpunkt nicht hätte geben können.

01:25:17: Und da hatte noch mein Song bekommen... ...und jetzt habe ich das, was ich eigentlich erzählen wollte.

01:25:22: Sie hat dich gemeldet?

01:25:24: Ja,

01:25:28: sie hat das bei Instagram geliked vor ein paar Wochen und ich hab es gesehen zufällig.

01:25:34: Das war irgendwie schön!

01:25:35: Es hat sich irgendwie so angefühlt wie...

01:25:38: Jetzt ist es

01:25:39: abgeschlossen?!

01:25:41: Das klingt bescheuert, weil es nur ein Instagram-Like war.

01:25:43: Aber das hat für mich so einen Hauch gehabt von uns ist okay.

01:25:47: Schauen wir mal was wird und dann bleibe ich ja wieder dabei.

01:25:51: die ganz großen Dieben.

01:25:54: Das sind nicht die, die im Alltag enden

01:25:58: Schlusswort?

01:25:59: Das ist ein schönes Schlusswort, oder?

01:26:00: Ja.

01:26:00: Hast du auf jeden Fall... Wir haben es geschafft und das noch positiv.

01:26:03: Ich glaube wir müssen nochmal eine zweite Folge machen.

01:26:06: Dein Tee ist alle!

01:26:08: Ja auch das.

01:26:09: Und ich muss jetzt los und ich glaube wir haben zu viel zu erzählen.

01:26:11: Genau.

01:26:11: Aber es ist voll schön und ich finde es sehr besonders dass man einfach so... Ich meine wir gehen ja nicht jeden Tag miteinander oder einmal pro Woche anrufen und sagen Katja wie geht's dir?

01:26:19: Aber ich finde es schön, dass immer wenn das so ist.

01:26:21: Das ist

01:26:21: sich irgendwie immer so

01:26:22: ein bisschen... Ich will jetzt nicht gar nicht sagen wie es geht mit der Mutti aber als

01:26:26: Tante oder so.

01:26:27: Kannst du gerne

01:26:27: sagen?

01:26:28: Mutti ist sicherlich... Mutti... Mama ist Mama, ne?

01:26:32: Ganz ehrlich!

01:26:33: Aber Tante ist gut.

01:26:34: Wollte auf jeden Fall, wenn man noch wichtig

01:26:37: deine Aussage von vorhin zwar widern

01:26:38: muss

01:26:39: also, dass kein fahrliches Bild aufkommt, ich mag dich auch sehr.

01:26:43: Dann die großen

01:26:43: lieben?!

01:26:44: Ja Die sind

01:26:47: nicht im Alltag.

01:26:48: Toni, es war mir eine große Freude und dich

01:26:49: wünscht ihr

01:26:50: alles Liebe.

01:26:51: Danke.

01:26:52: Tschau!

01:26:54: Das war Erzengel on Tour ein Podcast mit Katja Liebmann-Wagner.

Über diesen Podcast

Das Erzgebirge ist die HERZregion von Katja Lippmann-Wagner. Menschen und deren Lebenslinien interessieren sie – schon immer. Fußball, Handball, Wintersport – Konzert, Schauspiel, Kunst – Verein, Politik, Wirtschaft – die Geschichten liegen auf der Straße. Mit Schreibblock und Kamera, aber auch mit dem Mikrofon fängt sie die Erzgebirgerin als Journalistin und Moderatorin schon lange ein. Und nun? Wird’s Zeit für etwas Neues. Versuch macht klug. ERZ Engel on Tour - Ein Podcast mit Katja Lippmann-Wagner. Hörbare große und kleine Geschichten – nicht nur aus dem Erzgebirge.

von und mit Katja Lippmann-Wagner

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